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Lastenrad Neues aus der Szene

Das Tern GSD – ein Compact Utility E-Bike für die ganze Familie

Tern, Spezialist für urbane Mobilität, präsentiert das GSD, ein Pedelec, das eine neue Kategorie definiert: „Compact Utility“.

Das GSD transportiert zwei Kinder sowie den kompletten Wocheneinkauf, trägt 180 kg und ist nicht mal 180 cm lang, und damit kürzer als ein Hollandrad!Terns ausgeklügelte Falt-Technologie lässt es locker in einem VW Touran verschwinden oder auch in der Wohnung. Da es für Fahrergrößen von 150 bis 195 cm passt, ist es praktisch ein Rad für die ganze Familie.

 

Angetrieben wird es bis zu 250km weit von einem Bosch Performance Mittelmotor mit bis zu zwei Akkus. Es kommt voll ausgestattet mit Lichtanlage, Gepäckträger, Schutzblechen, Doppelständer, zwei XL-Gepäcktaschen und sogar mit einklappbaren Fussrasten für Passagiere , alles was man braucht, wenn man ein Rad als Alltagsfahrzeug nutzen will.

„Um einen elektrischen Antrieb herum konzipiert“

„Die meisten E-Bikes heutzutage sehen aus wie Standardräder mit aufgesatteltem Motor und Akku“, erläutert Josh Hon, Team Kapitän bei Tern. „Das hießt, dass all die durchaus berechtigten Kompromisse, die einem muskelbetriebenen Fahrzeug innewohnen, einfach nur auf ein E-Bike übertragen werden, wo sie mitunter gar keinen Sinn machen.

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Das Tern GSD (Klicken zum Vergößern)

Das GSD folgt einem anderen Verständnis: wenn man ein Rad um einen elektrischen Antrieb herum konzipiert, muss man keine Kompromisse eingehen, um wesentliche Funktionen  gegeneinander abzuwägen: So müssen etwa Fahrkomfort und Transportkapazität nicht zulasten der erreichbaren Geschwindigkeit eingeschränkt werden. Mit dem Bosch-Antrieb fahren 20 Zoll-Räder genauso schnell wie 28-Zöller und beschleunigen dank des kleineren Reifenumfangs sogar noch besser.

Mit kleinen Laufrädern ermöglichen wir zudem eine größere Ladekapazität. Und da das Erreichen hoher Geschwindigkeiten nicht wirklich die oberste Priorität hat, können wir beim GSD durchaus eine entspannte Sitzposition wie auf einem Hollandrad anstreben.Und das Beste: all diese Vorteile bekommen wir in den Ausmaßen eines normalen City-Bikes unter.“

„Compact Utility E-Bike“

„Ein richtungsweisender Ansatz für uns war, dass Lastenräder in Innenstädten den größten Nutzwert haben, aber leider auch genauso große Schwierigkeiten bei Handhabung und Aufbewahrung mit sich bringen“, führt Galen Crout aus, Pressesprecher bei Tern.

„Dichte urbane Viertel sind der natürliche Lebensraum von Lastenrädern – wo Läden, Schulen und Arbeitsplätze in Fahrrad-Distanz auseinanderliegen – aber wo auch der Platz knapp und Fahrraddiebstahl häufig ein Problem ist. Wir haben die Kategorie „Compact Utility E-Bike“ geschaffen, damit man als Stadtbewohner die Vorzüge seines Lastenrads ohne jede Einschränkung nutzen kann.“

Passt für die Familie

Das GSD ist ein Pedelec, das jedes Familienmitglied fahren kann. Der patentierte einstellbare Vorbau, die besondere Geometrie des Cockpits und ein richtig tiefer Rahmendurchstieg erleichtern Handling und Fahren, selbst für kleinere Radler.

Größere Fahrer wird die spielend leicht einzustellende Lenkereinheit erfreuen: Höhe und Neigungswinkel des Vorbaus können ganz einfach individuell angepasst werden.

Und schwere Fahrer werden die massiv verstärkte Rahmen-Gabel-Einheit zu schätzen wissen, sowie die weiteren Komponenten, die für Belastungen bis 180kg ausgelegt sind.

Super Straßenlage

Die kleinen Laufräder, der kompakte Rahmen und die zentrale Position von Motor und Akkus geben dem Rad einen extrem tiefen Schwerpunkt. In Verbindung mit dem etwas längeren Radstand erreicht das GSD eine bemerkenswerte Laufruhe und Handlichkeit. Die ausgezeichnete Straßenlage macht sich bezahlt, wenn das GSD voll beladen wird, und erst recht, wenn zappelnde Kinder an Bord sind.

Und da Pedelecs in der Regel mit etwas höheren Geschwindigkeiten unterwegs sind ist das ein echter Beitrag zur Fahrsicherheit.

Immense Ladekapazität

Das GSD wurde gebaut, um Lasten zu transportieren, und zwar jede Menge.

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Dem Gepäckträger ist die Stabilität anzusehen.  Die beiden Akkus sitzen zwischen Hinterrad und Sattelrohr (Klicken zum Vergrößern).

Rahmen, Gabel und alle Bauteile wurden auf Belastungen durch Fahrer und Zuladung von über 180kg getestet. Serienmäßig wird das GSD mit einem 80cm langen, integrierten Heck-Träger und Gepäcktaschen mit 62 Litern Gesamtvolumen ausgeliefert.

Entweder zwei Thule Yepp Maxi Kindersitze oder ein erwachsener Passagier finden auf dem Heck Platz. Zusätzliche Transportkapazität wird durch die zweite Gepäckträgerstrebe sowie Befestigungspunkte am Heckträger sowie für einen Frontgepäckträger geschaffen.

Tern wird die Konstruktion der Befestigungspunkte als Open Source bereitstellen, damit jeder interessierte Nutzer seine eigenen Aufbauten realisieren kann.

Transport und Aufbewahrung

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Das Tern GSD passt auch ins Auto (Klicken zum Vergrößern)

Trotz seiner immensen Ladekapazität macht sich das GSD ganz einfach klein und lässt sich damit leicht in urbanen, engen Verhältnissen unterbringen.

Weil es nicht länger als ein normales Rad ist, passt es auf jeden Standard-Fahrradträger an Autos oder Bussen. Dank der patentierten Falt-Technologie von Tern geht es sogar noch schlanker: in drei Sekunden ist die Höhe um ein Drittel reduziert und die Breite sogar um 40% – so passt das GSD sogar in Minivans wie den VW Touran.

Mit gleich zwei Exemplaren, verladen im Heck des Autos, werden Familienabenteuer per Rad spannender und leichter als je zuvor. Selbst in kleinen Aufzügen findet das GSD Platz, da man es auf dem eigens entwickelten Heckträger senkrecht stellen kann.

Hochwertige Komponenten

Während viele Lasten-orientierte Fahrräder vorwiegend Standard-Komponenten verwenden, geht das GSD einen Schritt weiter und setzt auf richtig robuste Teile. Beispiel gefällig? Vier-Kolben Scheibenbremsen von Magura, spezielle 2,4 Zoll Super Moto-X-Reifen von Schwalbe, Boost Thru-Axle-Naben und 36 Millimeter breite, doppelt geöste Felgen.

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Zwei Kinder plus Gepcäk? warum nicht (Klicken zum Vergößern).

Das GSD ist als ultimativer Auto-Ersatz oder als Transportfahrzeug für den kommerziellen Einsatz konzipiert (Stichwort Post oder Auslieferdienstleister) und kommt daher mit einer ganzen Reihe an praktischem Zubehör auf den Markt: Front- und Heckträger passend für Euro-Boxen, eine Sitz-Auflage mit KLICKfix-Adapter und sogar Fußstützen sind erhältlich.

Der Heck-Gepäckträger ist groß genug für bis zu vier Ortlieb-Taschen und ist zudem kompatibel für die Aufnahme von einem oder sogar zwei Thule Yepp Maxi-Kindersitzen.

Im Basispreis von 3.999,- Euro sind zwei Cargo Hold-Gepäcktaschen mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 62 Litern enthalten. Serienmäßig besitzt das Rad in Deutschland einen 500Wh-Akku, in den EU-Ländern einen 400Wh-Akku. Die US-Version wird mit 400Wh oder sogar 900Wh ausgeliefert.

„Dieses Rad passt zur ganzen Familie und kann gleichsam von der ganzen Familie genutzt werden“, so Hon weiter. „Bei einer Investition von rund 4.000 Euro in ein neues Pedelec ist die Vielseitigkeit des Rades das entscheidende Argument. Es passt jedem Fahrer, jedem Passagier, für jede Last und passt selbst fast überall hin.“

Präsentation auf der Eurobike

Tern wird das GSD auf den Herbstmessen präsentieren, erstmals an der Eurobike 2017. Händler und Interessenten finden es am Tern-Stand B4-405 oder am Demostand DA-417 für eine Probefahrt. Das Rad selbst wird im ersten Quartal 2018 im Handel erhältlich sein.

[Text und Fotos: Tern]

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Kommentar:

Der Gepäckträger imponiert mir mit seiner Fachwerkstruktur gewaltig: Das sieht schon optisch so stabil aus, dass ich die Tern die Tragkraftangabe von 180 kg unbesehen abnehme. Dem GSD die Kraft von zwei Akkus zu spendieren erscheint mir bei der möglich Transportkapazität mehr als sinnvoll – natürlich abhängig vom Einsatzzweck und auf dem individuellen Geldbeutel.Trotz der 20-Zöller ist der Ladungsschwerpunkt höher als zum Beispiel bei einem Lastenrad, was die Ladung zwischen den Rädern trägt. Ich bin gespannt wie sich das GSD, hoffentlich mit ordentliche Beladung, auf der Eurobike fährt.

Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
Alexander Theis

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