Silhoutte des Kia K-Velo
Neues aus der Szene

„K-Velo“: Pedelec von Kia

Silhoutte des Kia K-Velo
Leider vorerst nur als Silhoutte: Die aktualisierte Version des Kia K-Velo. Im Gegensatz zur Version von 2014 nun mit Bosch-Motor

Kia Motors stellte auf dem Genfer Autosalon (5.-15. März) die neueste Version seines E-Bike-Prototyps „K Velo“ vor. Das Pedelec wurde in zwei Varianten gezeigt: als Citybike und Mountainbike. Beide werden von einem kraftvollen Elektromotor angetrieben, der ein sportliches Fahren ermöglicht, und zeichnen sich durch technische Innovationen im Konzept, in der Bauweise und im Produktionsverfahren aus. Entwickelt wurde das „K Velo“ mit Hilfe des Know-hows und der modernen Prozesse, die in den Kia-Automobilwerken rund um den Globus zum Einsatz kommen.

Der Elektromotor hat eine Leistung von 250 Watt, stellt ein Drehmoment von 45 Nm zur Verfügung und treibt das Hinterrad an. Den Strom für diesen moder­nen Antriebsstrang von Bosch liefert ein Lithium-Ionen-Polymer-Akku (36 Volt, 10 Ah).

Bequemes Citybike für Pendler, MTB für anspruchsvolles Gelände

In der Citybike-Variante, die vor allem für Berufspendler gedacht ist, hat das Pedelec eine Reichweite von bis zu 70 Kilometern – und damit 30 Kilometer mehr als der E-Bike-Prototyp, den Kia 2014 auf dem Genfer Salon präsentierte. Mit seinem Durchstieg, den 28-Zoll-Rädern samt Schmutzfängern und der hinten in den Rahmen integrierten Batterie ist das Citybike für bequemes und komfortables Radfahren konzipiert.

Das Mountainbike dagegen zielt auf sportliche Fahrer: mit einer 100-Millimeter-Rock-Shock-Federgabel vorn, mittig platzierter Batterie und 27,5-Zoll-Rädern mit Crossreifen. Es ist für den Einsatz auf rauem, anspruchsvollem Terrain ausgelegt und hat eine Reichweite von etwa 50 Kilometern.

Beide Varianten des Pedelecs wiegen etwa 20 Kilogramm und sind mit dem gleichen Antriebsstrang ausgerüstet. Der Akku lässt sich leicht abnehmen und kann innerhalb von vier Stunden wieder voll aufgeladen werden. Der Elektro­motor unterstützt den Fahrer bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Stun­denkilometern und entspricht damit den EU-Bestimmungen für Elektrofahrräder.

Fertigungsverfahren aus der Automobilindustrie

Entwickelt wurde das „K Velo“ in Korea vom Kia Venture Business Develop­ment Team des zentralen Forschungs- und Entwicklungszentrums der Marke in Namyang. Das Pedelec hat einen neuartigen Monocoque-Metallrahmen. Bei dessen Herstellung, die den Qualitätsstandards der Automobilindustrie ent­spricht, kommen ein neuartiges Metall-Stanzverfahren und ein automatisierter Schweißprozess zur Anwendung.

Dieses Stanzverfahren ist eine neue Produktionsmethode, die speziell für die Fertigung des „K Velo“-Rahmens aus ultrahochfestem Stahl entwickelt wurde. Dabei werden die beiden Rahmenhälften zunächst gepresst und anschließend durch einen Roboter verschweißt, was eine gleichbleibend hohe Qualität gewährleistet. Im Vergleich zum Hydroforming-Verfahren, mit dem Fahrrad­rahmen üblicherweise hergestellt werden, ist diese Produktionsmethode erheblich komplexer und auch kostenintensiver. Andererseits gibt das Stanz­verfahren den Entwicklern deutlich mehr Spielraum bei der Konzeption des Rahmens, weil es zum Beispiel neuartige Beschichtungen und Konstruktions­strukturen ermöglicht. Zudem können mit diesem Verfahren auch Rahmen aus Aluminium sowie aus hochfestem Stahl oder Edelstahl produziert werden.

Die Rahmen, Elektromotoren und Batterien wurden in Korea gefertigt, die Endmontage der Pedelecs erfolgte in Deutschland. Bremsen und Schaltungen stammen vom japanischen Hersteller Shimano.

Völliges Neuland ist die Produktion von Zweirädern für Kia übrigens nicht: Das Unternehmen wurde 1944 als Fahrradhersteller gegründet und entwickelte sich in der Folge über die Motorradproduktion zum Automobilhersteller.

[Quelle: KIA Motors Deutschland GmbH]

Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
Alexander Theis

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