Neue Pedelecs und E-Bikes

Bikuh: Mit dem Pedelec Geld verdienen

Lesezeit etwa 4 Minuten

bikuh_logo[at] Die Erfahrung zeigt: Wer ein Pedelec besitzt fährt mehr mit dem Rad als vorher. Was liegt da näher, als damit Geld zu verdienen? Wie das geht zeigte Bikuh, ein Start-Up aus Frankfurt am Main, auf der VELOFrankfurt.

Die Idee hinter Bikuh: Das Rad wird als Werbefläche genutzt, Geld gibt’s je gefahrenen Kilometer. Das ist zum einen für die Werbetreibenden interessant, denn diese können ihre Zielgruppe genau dort erreichen, wo sie unterwegs ist. Und zum anderen natürlich auch für den Werbenden, denn er erhält im Schnitt bis zu 20 Cent je gefahrenen Kilometer und, fast noch wichtiger: Er bestimmt, für wen er wirbt.

Angela Gonzalez, die das Start-Up gemeinsam mit Patrick Kolb gründete: „Die Werbung unserer Partner ist mit der Zielgruppe klimafreundlich mobil und animiert Menschen auch dazu mehr Fahrrad zu fahren.“

Die Idee…

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Die Werbung wird im Vorderrad platziert.

Die Werbung wird, auf eine scheibenförmige Vorlage gedruckt, im Vorderrad befestigt. Dazu Patrick Kolb: „Durch gezieltplatzierte Löcher sorgen wird dafür, dass die Seitenwindanfällgkeit nicht zunimmt. Ich bin sogar schon mit einem S-Pedelec unterwegs gewesen, ohne von Seitewind viel gemerkt zu haben.“ Und Angela Gonzalez erklärt: „Wir experimentieren gerade mit verschiedenen Materialien um die Werbevorlage so nachhaltig wie möglich zu produzieren. Denn wir achten auch auf unseren eigenen ökologischen Fußabdruck.“

Nach einer Registrierung auf der Website von Bikuh wird dem Werbenden genau der Werbeauftrag geschickt, der zu ihm passt. Mit einer App, die ab Herbst 2016 verfügbar sein soll, kann man dann unter anderem live verfolgen wie der Kontostand wächst. Außerdem wird es die Möglichkeit geben den Fitnesslevel und die persönliche CO2-Ersparnis anzuzeigen oder mit anderen Bikuh-Nutzern Wettbewerbe auszutragen.

Fährt der Bikuh-Radfahrer los startert er die App, die ihn auffordert, das Rad zu fotografieren. Danach beginnt automatisch ein Tracking, das am Ziel durch das erneute Fotografieren des Rades beendet wird. „Der Aufwand ist nicht zu groß und wir können dem Werbekunden garantieren, das die Werbung tatsächlich am Rad

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Die Gründer von Bikuh: Angela Gonzales und Patrick Kolb

montiert ist.“ erklärt Patrick Kolb das Prinzip. „Das Tracking ist einer der Hauptargumente für unsere Werbekunden. Noch gezielter und genauer kann kein anderes Werbemedium getrackt werden. Allerdings achten wir hierbei strengstens auf den Datenschutz. Das bedeutet, dass unsere Werbekunden lediglich die Informationen zur Verfügung gestellt bekommen, welche für sie wichtig sind. So z.B. „wann“ und „wo“ war die Werbung zu sehen. Allerdings niemals „wer“! Hierauf können wir auch nicht verzichten, denn 20 Cent pro gefahrenem Kilometer für die Radfahrer ist sehr viel Geld und die Werbepartner sind zu derart hohen Zahlungen nur bereit, wenn sie auch Informationen zur Verfügung gestellt bekommen, welche für sie interessant sind.“

…kommt gut an!

Für die beiden sympathischen Gründer ist Bikuh eine Herzensangelegenheit. Denn, so Angela Gonzalez: „Mit Bikuh profitieren alle Beteiligten, besonders aber die Umwelt. Denn wir schaffen es, Radfahren dank neuer Anreize noch attraktiver zu machen. Unserer Meinung nach geht „social responsability“ alle Unternehmen an. Nur gemeinsam können wir eine besser Zukunft für alle schaffen“.

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Großer Andrang am Messestand von Bikuh auf der VELOFrankfurt

Dass diese Idee viel Interesse findet zeigte der große Andrang am Stand von Bikuh auf der VELOFrankfurt. „Die Messe war für uns ein voller Erfolg. Der Zuspruch sowohl von Fahrradfahrern als auch Werbekunden wächst täglich!“ freut sich Patrick Kolb.

Weitere Informationen sind auf der Website bikuh.com zu finden.

[Fotos: bikuh.com & velostrom.de]

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Alexander Theis
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