Foto Cobi auf Lenker montiert
Neues aus der Szene

Cobi: „Connected Bike“ für`s Pedelec

Foto Cobi auf Lenker montiertDas deutsche Start-Up „iCradle“ bringt mit „Connected Bike“, kurz Cobi, Auto-Komfort auf’s Rad

[at] Bei Cobi handelt es sich um integriertes System, das mit einer einer App für`s Smarphone, einer „Case“ genannten, gummiartigen Hülle für selbiges und einer Lenkerhalterung, dem „Mainframe“, für`s Fahrrad besteht. Pedelec-Fahrer mit einem Bosch-Antrieb haben es übrigens besonders leicht: Sie brauchen das Case nur gegen das originale Bosch-Lenkerdisplay zu tauschen. Im Case sind zwei Pins eingebaut, über die das Smartphone zum einen über die Pedelec-Batterie geladen wird und über die es zum anderen über den Can-Bus Verbindung zum Pedelec-System aufnimmt. Damit ist die Installation auch schon erledigt.

 

Die App stellt sämtliche gängigen Fahrradcomputer-Funktionen bereit. Ausserdem bietet sie ein Navi, das OSM-Karten nutzt und steuert vollautomatisch das (optionale) Fahr- und Rücklicht an. Besonders pfiffig: Über den eingebaute Beschleunigungssensor erkennt die App Bremsmanöver und schaltet das Rücklicht heller. Ob die ebenfalls vorhandenen Blinkerfunktion für’s Rücklicht in der Version für Deutschland kommt,wird sich zeigen. Denn derzeit darf ein Fahrrad in Deutschland ja nicht blinken. Selbstverständlich kann man auch telefonieren und die Musik vom Smartphone hören, das am besten aber mit einem Bluetooth-Headset.

Cobi am Rad montiertDas alles klappt ohne das lästige Verlegen von Kabeln, die Steuerung erfolgt via Bluetooth. Apropos Steuerung: Durch den optionalen Daumenschalter kann man durch das Menü von Cobi scrollen, Musiktitel wählen oder Anrufe tätigen, ohne die Hand vom Lenker zu nehmen. Besitzer von Bosch-Pedelecs haben es auch hier einfach: Die Steuerung erfolgt über den serienmäßigen Daumenschalter.

Sensoren für ANT+, Temperatur oder Luftdruck sind ebenso vorhanden; für eine spätere Version ist sogar eine Heckkamera, die im Rücklicht verbaut sein wird, angedacht.

Insgesamt 12 Patente hat sich iCradle für das Cobi gesichert. Durch verschiedene Partner aus der Automobilindustrie soll von Anfang an eine erstklassige Qualität gewährleistet werden.

Alle Module des Cobi

Die modulare Konzeption macht es möglich Teile jederzeit auszutauschen, der Umstieg auf ein anderes Smartphone oder der Ersatz eines durch einen Sturz beschädigten Teils ist damit kein Problem. Durch verschiedene Masken für den eleganten Leuchtring passt sich Cobi an praktisch jedes Rad-Styling an.

Zu Verkaufsbeginn soll Cobi für alle iPhones ab Version 5, Samsung Smartphones ab S4 und das HTC one verfügbar sein. Bei entsprechender Nachfrage soll es auch auf andere Smartphone adaptiert werden.

Der Preis soll für die Basisversion ab ca. 159 € beginnen, in Vollausstattung (also inkl. Mainframe, Vorder- und Rücklicht) stehen 259 € zu Buche.

Die am 03. Dezember 2014 von iCradle gestartete Kampagne auf Kickstarter hatte bereits nach der Rekordzeit von 3 Tagen das erste Ziel von 100.000 Dollar Umsatz mit 600 Produktvorbestellungen erreicht.

Der Verkaufsstart ist für Sommer 2015 geplant.

 

Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
Alexander Theis

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