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Mokumono

E-Bikes von Mokumono: Auf dem Weg zur E-Bike-Produktion in Europa

Lesezeit etwa 3 Minuten

„Ein E-Bike nach dem anderen.“: Bei Mokumono in den Niederlanden bauen zwei Brüder eine bessere Lieferkette auf.

Die Corona-Pandemie hat das gezeigt, vor dem viele Spezialisten seit Jahren warnen: Die Abhängigkeit von langen Lieferketten kann bei Unterbrechungen fatal sein!

Der Trend zu mehr Fertigungstiefe beim Fahrradbau war schon vor ein paar Jahren erkennbar, jetzt beschleunigt er sich. Neben Urwahn aus Deutschland, die E-Bikes mit “Fair Frame” Stahlrahmen in Deutschland produzieren, baut Mokumono aus den Niederlanden E-Bikes mit Alu-Rahmen in Europa. Unterschiedliche Rahmenmaterialien und Fertigungen, aber die Idee dahinter ist identisch.

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Auch wenn es schwierig werden wird, alle Komponenten eines E-Bikes in Europa zu produzieren, so ist es doch möglich jetzt schon einen hohen Anteil zu erreichen.

Mokumono E-Bikes: Ziel 100% Fertigung in Europa

Das von Bob und Tom Schiller gegründete Unternehmen Mokumono Cycles hebt sich von der globalen Lieferkette ab und verfolgt ein klares Ziel: Man will innovative E-Bikes herstellen, die vollständig in Europa hergestellt werden. Aktuell findet der Großteil der Fahrradproduktion in Übersee statt. Die aktuelle Pandemie hat dabei die Fragilität dieses Modells unterstrichen, bei dem eine enorme Warenknappheit auf ökologisch nicht nachhaltige Geschäftspraktiken trifft.

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Mokumono Gründer Bob & Tom Schiller

„Die Produktion vor Ort spart allein sechs bis acht Wochen Transportzeit“, sagt Tom Schiller, Mitbegründer von Mokumono. „Und das ist in einer Zeit, in der die Vorlaufzeiten stark gestiegen sind und sich die Transportkosten verzehnfacht haben, von entscheidender Bedeutung. Die lokale Produktion spart auch eine große Menge an umweltbelastenden Transportkilometern ein, was einen großen Einfluss auf den gesamten CO2-Fußabdruck eines jeden Fahrrads hat. Damit ein Fahrrad von einer Fabrik in China bis zu einer Haustür in den Niederlanden gelangt, muss es zunächst mehr als 15.000 Kilometer zurücklegen. Die CO2-Einsparungen durch die lokale Produktion summieren sich also schnell“, fährt er fort.

Schon jetzt: 65% E-Bike-Fertigung in Europa

Die Rahmen von Mokumono zeichnen sich durch ihre einzigartige Ästhetik aus und werden in einem innovativen, von der Automobilindustrie inspirierten Produktionsprozess hergestellt. Die Monocoque-Rahmen des Unternehmens bestehen aus zwei geformten Aluminiumhälften, die zusammengepresst werden, bevor sie vor Ort in einem vollständig automatisierten Prozess verschweißt werden.

Neben den Rahmen selbst ist Mokumono auch bestrebt, so viele E-Bike-Komponenten wie möglich aus der EU zu beziehen, um das Ziel zu erreichen, ein vollständig in Europa hergestelltes Fahrrad zu produzieren. Ein Ziel, das sie derzeit zu etwa 65 Prozent erreicht haben.

„Wir wollen zeigen, dass die Herstellung in Europa immer noch möglich ist, wenn man konventionelle Prozesse neu überdenkt. Durch innovative und moderne Produktionstechniken richten wir uns gegen den derzeitigen Wettlauf nach unten, bei dem billige Arbeitskräfte bestimmen, wo unsere Waren produziert werden.“

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Neues E-Bike 2022 mit Akku aus europäischer Fertigung

Und was kommt für die niederländische Fahrradmarke als nächstes?

„Wir arbeiten derzeit an einem neuen E-Bike-Modell, das im kommenden Jahr auf den Markt kommen wird. Für dieses Fahrrad wollen wir noch mehr in der EU hergestellte Komponenten verwenden. Dieses E-Bike wird eine herausnehmbare Batterie mit Zellen aus europäischer Produktion und kohlenstoffarmem Aluminium haben, das in Schweden mit erneuerbaren Energien produziert wird.“

Hier können Sie mehr über die Mission von Mokumono erfahren und ihr wachsendes Angebot an in Europa hergestellten E-Bikes erkunden: https://mokumono.com

[Text: [at], Mokumono, Fotos: Mokumono]

Alexander Theis