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Markt & Hersteller Neue Pedelecs und E-Bikes

Elbike: Gutes Design muss nicht teuer sein

Lesezeit etwa 5 Minuten

[at] Durchgestylte Pedelecs müssen nicht zwingend teuer sein, wie Elbike aus München beweist: Trotz moderner Features und einer stattlich breiten Farbpalette bleibt der Preise bei den Münchern im Rahmen.

“Großartiges Design muss auch für ein kleines Budget zu haben sein”, sagte sich Mike Glaser 2017. Klobigen E-Bikes mit dem Akku als optischen Schandfleck wollte der Chef der Urbike GmbH die Stirn bieten. 

Herausgekommen ist die Marke „Elbike”. 

Sportlich-Elegant für weniger als 2.000€!

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Das Elbike in Alu-natur (Klicken zum Vergrößern)

Das Elbike als urbanes Pedelec bietet viel und kostet vergleichsweise wenig: So fährt für knapp unter 2.000 Euro ein sportliches Gefährt mit extravagant gestyltem Rahmen aus Aluminium und mit kaum sichtbar verlegten Kabeln vor.

Der 418-Wh-Akku verschwindet im Unterrohr, ist aber herausnehmbar und versorgt den in Deutschland gefertigten Ansmann-Motor bis zu 80 km lang mit ordentlich Power. Gebremst wird mit Scheibenbremsen vom Marktführer Shimano und einen kleinen Aufpreis gibt es statt Kette sogar einen wartungsarmen und sauberen Riemenantrieb.

Zusammen mit den gerade einmal 16 kg Gesamtgewicht lesen sich die Spezifikationen wie die Beschreibung eines mindestens 3.000 Euro teureren Pedelecs. Fanden auch die ersten Probefahrer und vor allem die Kickstarter-Community, die über 450 Stück vorbestellte.

Individuell und unkompliziert

Nun geht das Pedelec in Serie. Auf www.getelbike.com wählen die Elbike-Fahrer in spe u.a. neben Sattel und Griffen in Schwarz oder Braun ihren persönlichen Farbtouch für Rahmen und Gabel aus ganzen 17 RAL-Tönen.

Ich habe mit dem Konfigurator mal ein bisschen rumgespielt, was, unter uns gesagt, richtig Spaß macht! Hier drei Beispiele:

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Mein persönlicher Favorit ist allerdings diese Kombination, zwar nicht schrill, trotzdem aber ein dezenter Hingucker, wie ich finde.

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Auf Wunsch sind auch bis zu 200 Farben verfügbar. Wer eine andere Farbe im Kopf hat, kann sich per Email an Elbike wenden. Und mit ein bisschen Kreativität sind dann auch schnell individuelle Firmenbikes gestaltet. Zum Beispiel eines im VeloStrom-Look:

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Optional kann man dem Singlespeed auch ein drei- oder achtfach Nexus- oder gar eine enviolo (NuVinci)-Nabe verpassen oder es mit Lampen, Schutzbleche, Front- oder Heckgepäckträger individualisieren. 

Die Lieferung verspricht Elbike nach ca. vier Wochen, die ersten Serienmodelle werden im Mai 2018 versandt.

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Der Akku ist herausnehmbar (klicken zum Vergrößern).

Genauso so unkompliziert wie der Bestellvorgang soll auch die Bedienung sein: Ein versteckter Knopf reicht, um das Rad ein- oder auszuschalten, den Akkustand zeigt eine im Rahmen integrierte Diodenreihe und das Display informiert über die wichtigsten Leistungswerte wie Geschwindigkeit, gefahrene Distanz und gewählte Unterstützung des Motors.

Statt auf überfordernde Technik setzt Elbike auf das, was ein modernes Pedelec im Alltag leisten muss, mit viel Style und auf Wunsch eben auch mit viel Farbe.

Das herausragende Preis-Leistungsverhältnis ermöglicht Elbike dank schlanker Strukturen ohne Zwischenhandel, bekannt von der Muttermarke Urbike, die 2011 begann, dem Urban-Bike-Sektor frischen Wind einzupfeifen.

Trotz Direktvertrieb bleibt bei den Münchnern der Reparatur- und Wartungsservice nicht auf der Strecke – durch clevere Simplicity: Sollte es mal Probleme mit dem Frontmotor geben, wird der einfach samt Vorderrad zu Elbike geschickt und dort repariert. Allerdings ohne Wartezeit, da an den Einsender direkt ein neues Vorderrrad als Ersatz gesendet wird.

Ein Heimspiel haben Münchner Elbiker: Sie kommen einfach im Flagship-Store in der Schwabinger Amalienpassage vorbei.

[Fotos:Elbike]

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Kommentar:

Die Stärke des Elbike liegt, neben dem günstigen (Grund-)Preis sicherlich in der Individualiserbarkeit. Außergewöhnlich ist die Konfiguration mit einem Frontnabenmotor, was natürlich auf die möglichen Schaltungskonfigurationen zurückgeht. Doch für ein City-Bike oder auch eines für gemäßigte Touren muss das keine schlechte Idee sein. Ich bin gespannt auf die erste Fahrt mit dem Elbike.

Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VeloStrom.de
Alexander Theis