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Eurobike: Neues von HP Velotechnik

Lesezeit etwa 7 Minuten

HP VELOTECHNIK zeigt erstmals das komplett überarbeitete Scorpion fs 26 S-Pedelec. Es ist das erste in Europa zugelassene 45-km/h E-Bike in der Klasse L2e-P. Ausserdem: Volks-Trike „Gekko 26“ für weniger als 2.000€

Schnelle Pedelecs mit Tretunterstützung bis 45 km/h werden immer mehr zu einer eigenen Fahrzeugklasse. Auf Grund geänderter Zulassungsvorschriften, immerhin handelt es sich um ein „dreirädriges Kraftfahrzeug zur Personenbeförderung“ (Kraftfahrtbundesamt), hat HP VELOTECHNIK das Scorpion fs 26 S-Pedelec komplett überarbeitet.

Neben dem augenfälligsten Merkmal, dem bereits seit Anfang 2018 bei HP VELOTECHNIK erhältlichen Dreirad-Blinker WingBling,stecken in der neuen Scorpion-Klasse gleich mehrere Innovationen.

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Das Scorpion fs 26 S-Pedelec (Klicken zum Vergrößern).

Einzigartig im Fahrradbereich ist die Ölstand-Kontrollanzeige für gekoppelte Bremsen, die von der EU für das Segment L2e-P vorgegeben wurde.

Erstmals verbaut die Manufaktur zudem Lichtanlage und Hupe mit der speziellen „E“-Kennzeichnung, auch das ist für schnelle Elektroräder heute notwendig. Eine weitere Vorschrift vom TÜV: die eingebaute Wegfahrsperre – für einen Fahrradhersteller dank Rahmenschloss ein eher leichter Auftrag.

Antrieb weiter verbessert

Die tiefgreifende Überarbeitung des S-Pedelecs hat HP VELOTECHNIK genutzt, um mit Motorlieferant GO SWISSDRIVE auch am Antriebssystem nachhaltige Verbesserungen vorzunehmen.

Das neue CAN-Bus-System zeichnet sich durch ein noch geschmeidigeres Fahrverhalten aus, sprich: die Tretunterstützung fühlt sich noch natürlicher an. Die „Boost“-Funktion ermöglicht auf Knopfdruck maximale Power für extrem schnelles Beschleunigen beim Start.

Damit dem Fahrer dabei nicht der „Saft“ ausgeht, rekuperiert das System mit bis zu 200 W und der neue Li-Ionen-Akku hat mehr Kapazität: 636 Wattstunden bedeuten ein Plus von 14 Prozent.

Zudem gibt das System dem Fahrer via Display Schaltempfehlungen. Für das S-Pedelec sowie alle weiteren Scorpion-Baureihen wurden die großflächigen Rahmenrohre aufwändig im neuen Flash-Design gestaltet. Dabei setzen hellere und dunklere Applikate dynamische Akzente zur Grundfarbe.

Technische Daten Scorpion fs 26 S-Pedelec

  • Rahmen: Scorpion fs 26 (Alu 7005 T6)
  • Farben: Cosmic Grey oder Rein-Orange matt
  • Motor: GO SwissDrive G45p, Kraftverstärkung: 0 / 60 / 120 / 180 / 240 / 300 Prozent;
    (Unterstützungsstufen) Rückwärtsgang bis 3 km/h
  • Akku: BMZ 36 V Li-Ion (636 Wh)
  • Bereifung: Energizer Plus von SCHWALBE (20″/26″)
  • Sitzhöhe: 29 cm (BodyLink), 32 cm (ErgoMesh)
  • Federung (v): McPherson-Federbeine mit Stabilisator (60 mm) von HP VELOTECHNIK
  • Federung (h): DNM DV22 Stahlfeder/Öl (80 mm)
  • Bremse (v): TEKTRO Auriga Twin (Scheibenbremsengekoppelt, mit Ölstandkontrollanzeige
    von HP VELOTECHNIK)
  • Bremse (h): TEKTRO Auriga plus SHIMANO V-Brake (als Feststellbremse mit Rasthebel)
  • Antrieb: SRAM GX 30 (30 voll schaltbare Gänge: Kassette PG 1070 11-36, Kettenblattgarnitur 52-42-30, Schalthebel SL 500
  • Lichtanlage: IQ Fly/Akku von B&M: IQ-XE
  • Rücklicht:Toplight Line mit Bremslicht, Positionslicht und Kennzeichenbeleuchtung sowie
  • Blinker WingBling von HP VELOTECHNIK
  • Wegfahrsperre: AXA Victory (Rahmenschloss)
  • Rückpiegel: B&M E
  • Radstand/Breite: 128 cm / 83 cm
  • Länge: 187 – 245 cm (einstellbar für Fahrer mit Körpergröße von 162 – 200 cm)
  • Gewicht: ab 37 kg (zusätzlich Komfortoptionen auf Wunsch, z.B. Zweitakku oder Frontverkleidung Streamer)
  • Zuladung: bis 140 kg

Das Rad ist im Fachhandel erhältlich und kostet in der Basisversion 8.990 Euro.

Mit dem Gekko 26 erweitert HP VELOTECHNIK seine Produktwelt um ein markantes Segment.

Gekko 26
Einstiegspreis unter 2.000€: Gekko 26

Die Weltneuheit ist die Antwort auf eine spannende Entwicklung im Trike-Markt: „Das Interesse an Liegedreirädern wie dem faltbaren Gekko oder dem gefederten Scorpion ist in den vergangenen Jahren sprunghaft gewachsen“, berichtet Geschäftsführer Paul Hollants. Viele Radler können sich heute sehr gut eines der sportiv-komfortablen Trikes anstelle eines Aufrecht-Zweirades vorstellen. Bis sie das Preisschild sehen.

Die bei Spezialrädern durch die Kleinserien und individuelle Ausstattung bedingten hohen Preise sind für viele nicht realisierbar. „Mit dem Gekko 26 wird ein modernes Trike für viele erschwinglich“, so Hollants: Das „Volks-Trike“ knackt die Preisgrenze von 2000 Euro, fährt technisch aber ganz vorne mit: hydraulische Scheibenbremsen, Alurahmen mit 10-Jahres-Garantie, einstellbarem Netzsitz sowie die zwei markanten, gelenkten Räder vorne im Blickfeld des Fahrers vermitteln klar die Botschaft eines Premiumfahrzeugs.

Erstmals zu sehen ist es auf der Eurobike am Stand von HP VELOTECHNIK (Foyer Ost, FO 106).

Möglich wird der scheinbare Widerspruch „Hochwertiges Rad – attraktiver Einstiegspreis“ durch die Kombination mehrerer Faktoren:

Das Gekko 26 ist einfacher konstruiert als die anderen Räder der Manufaktur: Es ist nicht faltbar, dafür kann man mehr Gewicht zuladen (bis 150 kg).

Ebenfalls neu: Die Ausstattung des leuchtgelben Flitzers mit 26-Zoll-Hinterrad ist vorkonfiguriert, der Kunde kann getrost die abertausend Spezialisten-Varianten ignorieren, die der Baukasten von HP VELOTECHNIK sonst ermöglicht. Diese Vereinfachung erspart schlussendlich einen Schritt in der Montage: Verließen bislang fahrfertig aufgebaute Räder die Manufaktur, so legen beim Gekko 26 die Fachhändler letzte Hand an. Sie erledigen finale Montage plus individuelle Anpassung des Rades an den Fahrer.

Hollants umreißt das Konzept so: „Das Gekko 26 mit einem spürbar höheren Sitz als unsere faltbaren Gekko-Modelle spricht eine Zielgruppe an, die den ergonomischen Sitzkomfort, die dynamischen Fahreigenschaften und das intuitive, lässige Handling eines Trikes erkennt, die aber durch das Budget begrenzt war.“

Mit dem neuen Konzept peilen die auch im Export sehr erfolgreichen Hessen zudem neue, preissensible Märkte an wie etwa in Süd- und Südosteuropa.

Auch in den USA nimmt das Volks-Trike einen wichtigen Platz ein. Dort hat der Trike-Markt noch eine ganz andere
Dynamik aufgrund der zahlreichen Kriegsveteranen. Ein ausgesprochen preissensibles Segment. Von dort kam der
Anstoß, das hoch im Kurs stehende „Made in Germany“ für breitere Schichten zugänglich zu machen.

E-Bike ready

Für das Gekko 26 ist beim Erstkauf keine Motorisierung möglich. Dennoch lässt es sich später im Werk von HP VELOTECHNIK CE-konform zum Pedelec aufrüsten. Mit beiden von der Liegeradmanufaktur angebotenen Systemen also  entweder dem STEPS-Tretlagermotor von SHIMANO oder dem Premiumsystem GO SWISSDRIVE, dem Hinterrad-Nabenmotor mit zahlreichen Extras wie Rückwärtsgang oder individuell programmierbaren Motoreinstellungen.

Technische Daten Gekko 26

  • Basismodell, ausgewählte Komponenten auf Wunsch
  • Rahmen: Gekko 26 (Alu 7005 T6),10 Jahre Garantie
  • Farben: Limegreen
  • Bereifung (v): Road Cruiser von SCHWALBE (v: 20″/h: 26″)
  • Sitzhöhe: 38 cm (Netzsitz)
  • Sitzwinkel: 39 – 47°
  • Tretlagerhöhe: 40,5 – 49 cm
  • Bremse: 2 x SHIMANO BR-MT200 (hydraulische Scheibenbremsen)
  • Antrieb: SRAM X4 8-fach (24 Gang)
  • Länge: 175 – 210 cm (einstellbar für Fahrer mit Körpergröße von 160 – 200 cm)
  • Radstand: 109 cm
  • Breite/Spurweite: 83 cm / 78 cm
  • Bodenfreiheit: ca 18,5 cm
  • Wendekreis: ca 4,7 m
  • Höhe: 83 cm (Sitz in steilster Position)
  • Gewicht: ab 16,1 kg
  • Zuladung: bis 150 kg

Das Gekko 26 ist ab Juli 2018 im Fachhandel erhältlich und kostet in der Basisversion 1.990 Euro.

Über HP Velotechnik

HP Velotechnik ist einer der führenden Hersteller weltweit im Bereich Liegeräder. Das 1993 gegründete Unternehmen aus dem Großraum Frankfurt kann im Jubiläumsjahr auf viele erfolgreiche technische Neuentwicklungen blicken. Damit verbunden sind zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

2017 erhielt die Liegeradmanufaktur den „Hessischen Exportpreis“, der gemeinsam von Handwerkskammern, hessischen IHK’s und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung vergeben wird. Ende 2017 wurde HP Velotechnik als „engagiertes Unternehmen“ gewürdigt und mit dem „Bürgerpreis“ der Sparkassen ausgezeichnet.

Auf der Eurobike, der globalen Leitmesse der Fahrradbranche, konnte HP Velotechnik seit 2006 sieben Mal den Eurobike Award erringen. Nach dem Gold-Award 2011 für das faltbare Liege-Dreirad Gekko erhielten zuletzt 2013 das Gelände-Trike Scorpion fs Enduro und 2014 das Scorpion plus 20 einen der begehrten Design-Awards. Auch die Fahrradhändler vergeben Bestnoten: Seit HP Velotechnik erstmals im Ranking des Branchenverbundes VSF gelistet wurde, stand die Liegeradmanufaktur mehrfach auf dem Siegerpodest.

Unter Regie der Firmengründer Paul Hollants und Daniel Pulvermüller produzieren 35 Mitarbeiter, darunter 4 Auszubildende, in Kriftel jährlich rund 2000 Premium-Räder.

Weitere Informationen sind online unter hpvelotechnik.com zu finden. 

[Text & Fotos: HP VELOTECHNIK]

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
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