Foto eines Mannes, der ein Smartphone mit Veloyo-App hält
Neues aus der Szene

Mobile Werkstatt (nicht nur) für’s Pedelec: Veloyo

Lesezeit etwa 3 Minuten
Fot eines Mannes, der ein Smartphone mit der Veloyo-App hält
Coole Idee: Per Veloyo-App mobile Werkstatt beauftragen

[at] Eine wirklich coole Idee kommt von Veloyo aus Hamburg: Statt das defekte Rad in die Werkstatt zu bringen kommt die Werkstatt zum Rad!

Was im ersten Moment etwas merkwürdigt klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als pfiffige Idee: Im Falle einer Panne wird per Smartphone-App der Schaden geschildert woraufhin sich ein Fahrradmonteuer in der Nähe auf den Weg macht.

Zeit sparen, Rad fahren

Dieser Slogan passt so lange, wie keine Panne passiert: Wenn es dumm läuft, hat man neben dem Ärger wegen der Panne auch ein logistisches Problem: Das Rad muss irgendwie in die Werkstatt gebracht werden, das Ziel, zu dem man unterwegs war, muss möglicherweise mit Bus und oder Bahn erreicht werden. Das wirft schnell alle Pläne über den Haufen.

Genau an dieser Stelle setzt Veloyo mit seinem Service an: Durch die GPS-gestützte Serviceinfrastruktur und die Veloyo-App ist schnell ein fachkundiger Techniker unterwegs. Im einzelnen klappt das so:Das Logo von Veloyo

1. Im Pannenfall macht man mit der App ein Foto vom Rad und dem beschädigten Teil und erklärt kurz, was defekt ist.
2. Die Informationen werden an einen der Veloyo-Techniker Partner geschickt.
3. Fragen und Details zum weiteren Vorgehen können mit dem Mechaniker durch einen in der App integrierten Chat abgesprochen werden
4. Der Fahrradmonteur repariert das Fahrrad vor Ort und schickt über die App ein Bestätigungsbild des reparierten Rades
5. Die Bezahlung erfolgt per PayPal, EC- oder Kreditkarte

Win-Win-Situation

Das ergibt eine typische Win-Win-Situation: Der Radler hat schnell wieder ein fachmännisch repariertes Rad zur Verfügung und der Fahrrad-Techniker erreicht mit seinem Vor-Ort-Service Kunden, die sonst wohl nicht seine Werkstatt besucht hätten.

Inspiration in Kopenhagen

Foto der beiden Gründer vomn Veloyo
Die beiden Gründer von Veloyo: Sebastian Kellner (li.) und Niko Uphoff (re.)

Einer der Gründer von Veloyo, Sebastian Kellner, fiel während seines Studiums in Kopenhagen auf, das die Menschen dort oft zwei oder mehr Räder haben: Fällt eines der Räder wegen einer Panne aus, ist man bis zur Reparatur mit dem anderen Rad noch mobil.

Da das Fahrrad für die Mobilität in Städten immer wichtiger wird und Hunderttausende in Metropolen wie Amsterdam, Kopenhagen, aber auch in Städten wie Münster, schon täglich mit ihrem Fahrrad fahren, glauben die zwei Gründer von Veloyo, Sebastian Kellner und Niko Uphoff, dass es Zeit für Innovationen im Fahrradservice ist. Bestärkt werden die Gründer durch den Pedelec-Boom: Immer mehr Menschen fahren Rad und somit wird das Verkehrsmittel auch immer wichtiger für die individuelle und flexible Mobilität.

Start 2015 zunächst in Hamburg, Berlin und Münster

Seit 2012 tragen die beiden die Idee mit sich herum, im April 2013 begann die Planung. Ab Frühjahr 2015 kann der Service von Veloyo in Hamburg, Berlin und Münster genutzt werden. Weitere Städte sollen Schritt für Schritt hinzukommen. Für 2016 ist dann der Sprung in die Fahrradmetropolen Amsterdam und Kopenhagen geplant.

Bestärkt werden die zwei Gründer durch die starke Zunahme der Fahrradnutzung in Metropolen und die neue Rolle von Fahrrädern und E-Bikes als individuelle, nachhaltige und flexible Mobilitätslösung. Derzeit ist der Service noch im Aufbau, auf der Website von Veloyo kann man sich auch als Fahrradtechniker oder Händler für den Service bewerben.

Weitere ausführliche Informationen sind auf der Website www.veloyo.com zu finden.

 

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
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