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Reise: Mit dem Pedelec an der Nordsee

Foto eines Radwegweisers mit vielen Schildern auf der Halbinsel Butjadingen
Die Auswahl ist groß, doch einmal am Tag ist immer Gegenwind.

[at] Wer denkt, an der Nordsee bräuchte man kein Pedelec, weil es keine Berge gibt, hat die Rechnung ohne den Wind gemacht.

Pro Pedelec: Einmal am Tag ist immer Gegenwind!

Ein Teil des Nordessküstenradwegs verläuft auf der Halbinsel Butjadingen, die den Jadebusen gegenüber Wilhelmshaven auf der östlichen Seite begrenzt. Und das ist bei weitem nicht die einzige reizvolle Strecke: Ingesamt 9 Radrundtouren unterschiedlicher Länge hat der Tourismus-Service Butjadingen für die Gäste ausgearbeitet. Jede Tour kann an beliebiger Stelle gestartet und alle Strecken können miteinander kombiniert werden.

Jedoch ist eines sicher: Einmal am Tag hat man immer Gegenwind! Deshalb ist man mit dem Pedelec auch an der Nordsee gut bedient.

„Grosse Butjadinger Rundtour“

Foto des Melkhus in Langwarden auf der Halbinsel Butjadingen
Das Melkhus bei Langwarden: Frische leckere Milchprodukte. Regionaler geht nicht!

Die mit 48 km längste Tour ist die „Grosse Butjadinger Rundtour“ auf der man sich praktisch alle Landschaftsformen der Halbinsel „erfährt“. Unterwegs kann man in Salzwiesen spazieren gehen

und im „Stollhammer Wisch“ Vögel beobachten. Am „Melkhus“ Langwarden bei der Deichschäferei kann man, windgeschützt und im Schatten

Foto der Stromtankstelle in Burhave an der Touristen-Information
Stromtankstelle in Burhave mit Strom aus Sonne und Wind

sitzend, die Energiereserven bei leckeren, frischen Milchprodukten wieder auffüllen, bevor man im Nationalpark-Haus in Fedderwardersiel interessante Hintergründe zum Nationalpark Wattenmeer in Erfahrung bringt. Wenige Kilometer weiter erhält dann der Pedelec-Akku neue Energie: An der Touristen-Information in Burhave steht eine „Strom-Tankstelle“, die mit Wind- und Solarenergie betrieben wird. Je nach Wetter und Gusto könnte man zwischenzeitlich ein paar Runden in der einmaligen Nordsee-Lagune drehen (das funktioniert auch bei Ebbe!) oder gegenüber der Touristen-Information am Fisch-Imbiss leckere und frische Fischprodukte der Region kosten.

Auswanderer und Schiffe aus Beton

Und selbst wenn man alle Touren gefahren hat, ist noch lange nicht Schluß: Mit der Weser-Fähre geht es zum Beispiel mit dem Pedelec vom nahen Nordenham (ca. 18 Rad-km von Burhave aus) hinüber nach Bremerhaven. In der größten Stadt an der deutschen Nordseeküste bietet sich zum Beispiel das hochinteressante Klimahaus,

Foto des Deutsche Auswandererhauses in Bremerhaven.
Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven.

der Zoo am Meer oder das preisgekrönte Erlebnismuseum „Deutsches Auswandererhaus“ zum Besuch an. Für Seebären ist sicher das deutsche Schiffahrtsmuseum einen Besuch wert, während sich Landratten möglicherweise eher für die Shopping-Mall „Center Mediterraneo“ (nomen est omen…) begeistern können.

Auf dem Weg zwischen dem Schiffahrtsmuseum und der Mall sind beeindruckende Schiffs-Exponate platziert. Wer hätte zum Beispiel schon einmal von einem Schiff mit einem Beton-Rumpf gehört? Und ein echtes U-Boot im Hafenbecken ist auch alles andere als gewöhnlich.

Selbst wem der Sinn weder nach einem Museumsbesuch noch nach Shopping steht, kann auf dem weitläufigen,ansprechend gestalteten Gelände der Deichpromenade ein wenig vom Duft der großen weiten Welt schnuppern.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.butjadingen.de oder www.bremerhaven-tourism.de zu finden.

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
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