E-Bike-Fahrer auf nasser Straße.
Alltag Ra(d)tgeber

Tipps für den E-Bike Alltag im Winter

Lesezeit etwa 6 Minuten

Mit dem E-Bike zur Arbeit, zum Einkaufen oder auf Erkundungstour – und das im Winter? Kein Problem!

Das Fahrrad, egal ob als E-Bike oder ohne e-Antrieb, gehört bei unseren niederländischen Nachbarn noch mehr zum Alltag als bei uns in Deutschland. Deshalb kommen hier vom niederländische Fahrradfabrikant Gazelle die wichtigsten Tipps für den Winter.

E-Bike, bei jedem Wetter

Nur, weil es draußen kälter, nasser und dunkler wird, muss das Fahrrad mit E-Antrieb nicht in der Garage bleiben. Ganz im Gegenteil: Gerade angesichts überfüllter Innenstädte und Parkhäuser ist das E-Bike das smarteste Fortbewegungsmittel.

Wichtig ist nur, dass man im Winter sein E-Bike regelmäßig checkt, was Fahrtüchtigkeit und Sicherheit betrifft.

E-Bike im Herbstwald

Tiefer sitzen für mehr Standfestigkeit

Gewusst? Die ideale Sattelhöhe ist im Winter eine andere als zu trockenen Jahreszeiten! Wenn der Boden rutschig ist, ist es beim Bremsen umso wichtiger, sicher zum Stehen zu kommen.

Deshalb sollte der Sattel im Winter etwas tiefer eingestellt werden als normalerweise, um mit beiden Füßen auf den Boden zu kommen und beim Anhalten nicht absteigen zu müssen.

Einfach mal den Druck rausnehmen

Die Reifen sind entscheidend dafür, wie sicher und stabil sich das Radeln über rutschigen Untergrund gestaltet. Wichtig ist, regelmäßig Steinchen zu entfernen und den Reifendruck zu kontrollieren. Der empfohlene Reifendruck ist an der Seitenwand des Fahrradreifens angegeben.

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Neben der Größe steht auch der Reifendruck auf der Flanke.

Achtung: Im Winter liegt der ideale Reifendruck etwas unter diesem Wert! Sind die Reifen etwas weicher, sorgt das für mehr Grip und Kontrolle auf der Straße und die Fahrt wird stabiler.

Wer besonders sicher unterwegs sein möchte, kann sich spezielle E-Bike-Winterreifen zulegen.

Gut geölt ist gut gebremst

Zu Beginn des Winters empfiehlt es sich, die Bremsleitungen einmal vom Fachhändler überprüfen zu lassen, um sicherzugehen, dass bei hydraulischen Bremsen genügend Öl vorhanden ist.

Zieht man am Bremshebel, wird ein Kolben in Bewegung gesetzt, der wiederum Öl komprimiert – dieser Druck wird an den eigentlichen Bremskörper übertragen. Je weniger Öl, desto weniger Druck, desto schlechter die Bremsleistung – die gerade im Winter einwandfrei funktionieren sollte.

Frost ist für die Bremsflüssigkeit kein Problem: Die Bremsleitungen eines Gazelle-E-Bikes sind gegen Einfrieren geschützt. 

Keine Chance für Rost

Rost lässt die beweglichen Teile der Fahrradkette weniger leichtgängig laufen. Hier ist Vorbeugung alles: Die Fahrradkette sorgfältig reinigen, indem man sie zuerst mit Kettenreiniger betupft und diesen einwirken lässt.

Danach die Kette mit einem Bauwolltuch trocknen und mit Kettenöl vom Fachhändler pflegen. 

Sichtbarkeit rettet Leben

Als Fahrradfahrer gut sichtbar zu sein, ist einer der wichtigsten Sicherheitsfaktoren im Straßenverkehr. Das gilt umso mehr in der dunklen Jahreszeit. Bereits beim Kauf lohnt es sich deshalb, auf Sichtbarkeit und Beleuchtung Wert zu legen.

Das Avignon, das neueste E-Bike von Gazelle, ist mit einer integrierten Fahrradbeleuchtung ausgestattet und somit bestens für die dunkle Jahreszeit geeignet.

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E-Bike Gazelle Avignon

Modellunabhängig sind gute Reflektoren an den Pedalen und ein starkes Vorder- und Rücklicht ein Muss. Die Funktion vor jeder Fahrt kurz überprüfen! 

Akku nicht allein in der Kälte lassen

Akkus mögen keine Kälte, denn die verringert die Fähigkeit der Batterie, Energie zu speichern. Und das ist lästig, wenn man eine lange Fahrt geplant hat!

Deshalb den Akku nach Ankunft herausnehmen, nicht in der Kälte lassen, sondern stattdessen an einem trockenen Ort bei Raumtemperatur lagern und aufladen.

Bei Temperaturen unter -10 Grad Celsius den Akku am besten gar nicht verwenden – aber da wird es vermutlich selbst abgehärteten Fahrradfahrern irgendwann zu kalt um die Ohren.

Winterpflege

So wie unsere Haut, freut sich auch das E-Bike besonders im Winter angesichts permanenter Feuchtigkeit und Streusalz über eine sorgsame Pflege.

E-Bike-Fahrer auf nasser Straße.

Das geht ganz einfach: Den Fahrradrahmen regelmäßig mit lauwarmem Seifenwasser putzen und gut abtrocknen. Für eine Extraportion Pflege den Rahmen anschließend mit schmutz- und wasserabweisendem Fahrradöl oder -Wachs einreiben – so bleibt das E-Bike länger sauber.

Wichtig ist außerdem, das Display und den Akku nach jeder Fahrt gut abzutrocknen.

Den Profi draufschauen lassen

Bei allem, was man selbst für sein E-Bike tun kann: Mindestens einmal im Jahr sollte eine professionelle Inspektion beim Fachhändler vorgenommen werden. Der Beginn des Winters bietet sich da an.

Die professionelle Überprüfung aller Teile sorgt nicht nur für Sicherheit, sie verlängert auch die Lebenszeit des E-Bikes, da Fachhändler Mängel schon früh erkennen und beheben können – meist, bevor hohe Reparaturkosten entstehen.

Alle Punkte der Checkliste abgearbeitet? Dann raus in die Winterluft – das Team von Gazelle wünscht gute und sichere Fahrt! Wer noch auf der Suche nach dem perfekten E-Bike für sich ist, kann sich an mehreren Standorten in Deutschland in den Gazelle E-Bike Testcentern kostenlos beraten lassen und testradeln.

Über Koninklijke Gazelle

Koninklijke Gazelle stellt in der Stadt Dieren in Gelderland in den Niederlanden hochwertige und komfortable Fahrräder her und feiert dieses Jahr seinen 130. Geburtstag. Gazelle arbeitet jeden Tag hart daran, das Radfahren attraktiver, sicherer und unterhaltsamer zu machen. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen zu motivieren, so viele Kilometer wie möglich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Deshalb ist Gazelle bestrebt, das smarte holländische Design und technische Innovationen immer weiter voranzubringen. Auch in Sachen Nachhaltigkeit ist Gazelle stets auf der Suche nach neuen Ansätzen. Im Unternehmen selbst, aber auch darüber hinaus.

[Text & Fotos: Koninklijke Gazelle]

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Alexander Theis
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