[at] Falträder sind für viele Pendler eine wichtige Komponenten im urbanen Mobilitätsmix. Das Vello Bike+ ist ideal für Pendler, die auf dem Weg zur Arbeit Hügel bezwingen müssen.
Falträder sind eine feine Sache für Pendler, schließlich lassen sie sich problemlos und vor allem meist kostenfrei in öffentlichen Verkehrsmitteln und sogar im ICE mitnehmen. Mancher würde damit gerne die „letzte Meile“ bezwingen, wenn die Topographie mitspielen würde. Oder das Faltrad gar als Erstrad nutzen.
Eine tolle Lösung für dieses Problem bietet das Wiener Vello-Bike, das im Herbst 2016 eine wahre Welle der Begeisterung auf Indiegogo auslöste. Die Fundingsumme erreichte mit 589% des Fundingziels einen Betrag von mehr als 710.000€.
Trickreicher Antrieb
Der Clou am Vello+ ist zum einen das Gewicht. Denn mit 13 kg ist es für ein elektrifiziertes Faltrad sehr leicht geraten.
Zum anderen bietet es mit dem Zehus-Antrieb eine potentiell unendliche Reichweite: Mittels effizienter Sensoren und einer K.E.R.S. (Kinetic Energy Recovery System) genannten Technik wird überschüssige dem Akku zugeführt und hält diesen im niedrigsten der sechs Unterstützungsmodi auf gleichem Ladestand.
Mit einer App können verschiedene Antriebsmodi abgerufen und beeinflusst werden.
Die Elektronik erkennt zum Beispiel Gefällestrecken ab 1% Neigung und beginnt kaum merklich zu rekuperieren um den Akku aufzuladen. Außerdem kann man mit dem Zehus bremsen, indem man einfach rückwärts tritt und
damit den Rekuperationsvorgang einleitet.
Der Zehus-Antrieb ist sehr kompakt und beherbergt trotzdem in seinem Inneren alle Komponenten, inklusive eines Akku mit einer Kapazität von 160 Wh. Verglichen mit anderen Pedelec-Akkus ist das natürlich nicht allzu üppig.
Aber zum einen kann man durch geschicktes Rekuperieren unterwegs Energie nachladen und zum andern senkt ein kleiner Akku natürlich auch das Gewicht.
Und mit rund 13 kg ist das VELLO BIKE+ wahrlich leicht geraten.
Schnellfalter mit Komfort
Dazu lässt es sich auch in wenigen Sekunden falten und auch in diesem Zustand schieben, besonders praktisch an langen Bahnsteigen.
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Als Zubehör sind ein trickreich mitfaltendes Schutzblech und ein Gepäckkorb lieferbar. Der Korb wird am Steuerrohr befestigt und stört beim Faltvorgang nicht, mehr noch: Das Gepäck kann sogar auf dem Korb verbleiben.
Das VELLO Bike ist am Hinterrad mittels Elastomer gefedert, das im Fahrzustand trickreich magnetisch verriegelt, Sicherheitslichter am Lenker- bzw. Sattelrohr sorgen für zusätzliche Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Das VELLO BIKE+ ist in zwei-Variante verfügbar: Die Top-Version glänzt mit Titanrahmen, hydraulischen Scheibenbremsen und Gates Center Track™ Riemenantrieb.
Die Standardversion mit Chomrahmen, V-Breaks und konventioneller Kette.
Ich hatte auf der Eurobike die Gelegenheit, beide Versionen zu fahren.
Das Sitzgefühl ist angenehm, die Geometrie passt für meine Körpergröße von 179cm gut. Um den Zehus-Antrieb zu aktivieren tritt man zwei Umdrehungen rückwärts und wird ab dann sanft und sehr angenehm unterstützt.
Besonders viel Spaß machte mir das Bremsen per Rekuperation durch Rückwärtstreten. Bei vorausschauender Fahrweise braucht man tatsächlich keine Bremsen zu nutzen um beispielsweise an einer Ampel zum stehen zu kommen.
Für mein Gefühl war lediglich der Antrieb an der Version mit Gates-Riemen zu kurz übersetzt. Das sieht man bei Vello genauso und will es in der Serie noch ändern, wie mir der Gründer und Designer Valentin Vodev im Gespräch versicherte.
Das VELLO BIKE + mit Kette bot noch ein besonderes Bonbon, denn es war mit einem Schlumpf-Tretlagergetriebe ausgestattet und bot damit noch etwas mehr Variabilität und Fahrkomfort. Beim Schlumpf schaltet man durch einen Kick mit den Hacken auf einen Zapfen auf der Tretlagerachse. Das klappt mit etwas Übung ganz gut, erfordert aber eine gewisse Treffsicherheit und die richtige Fußposition.
Vielleicht wäre eine Variante mit dem Tretlager-Getriebe Doppio-von Kappstein, bei dem mit einem Hebel am Lenker geschaltet wird, eine Überlegung wert.
Urbano, Rocky, Speedster
Neben dem Top-Modell BIKE+, können die Wiener noch mit drei weiteren schicken Falträdern ohne Elektroantrieb
aufwarten.
Das VELLO URBANO ein Bike für all jene, die bei einer Schaltung von acht Gängen, komfortablem Sattel und Moustache-Lenker mit gepolsterten Griffen den Komfort für eine entspannte Fahrt durch die Stadt suchen.
Als Alleskönner ebnet sich das ROCKY den Weg durch den Großstadtdschungel. Ausgestattet mit einer 10-Gang-Schaltung für Trekkingbikes, besonders profilierte Reifen und mit geradem Lenker meistert es Kopfsteinpflaster, Parklandschaften und steile Seitengassen mit Leichtigkeit.
Das Modell SPEEDSTER als agiler Stadtflitzer wurde sogar mit dem „Red Dot best oft the best“- Award prämiert.
Mit ausgewählten und leichten Rennradkomponenten vereint der Renner Leichtigkeit,Stabilität und Geschwindigkeit und kommt auch ohne Motorisierung schnell voran.
Schmale Hochdruck-Reifen und ein schnittiger Rennradlenker ermöglichen eine aerodynamische Körperhaltung und minimalen Fahrwiderstand.
Technisches und Preise:
URBANO, ROCKY und SPEEDSTER haben gefaltet eine Länge von 79 cm, eine Höhe von 57 cm, eine Breite von 29 cm.
VELLO Bike+ (Chromoly, Kette, Felgenbremse): 2.290 Euro
VELLO Bike+ (Chromoly, Riemen, hydraulische Schreibenbremsen): 2.690 Euro
Aufpreis Titanrahmen: 890 Euro
Aufpreis Schlumpfgetriebe: 490 Euro
VELLO Urbano: 990 Euro
VELLO Rocky: 1.290 Euro
VELLO Speedster: 1.500 Euro
Viel weitere Infos sind online auf vello.bike zu finden.
[Fotos: Vello (3), VeloStrom (5), Video: VeloStrom]
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Anmerkung:
Mit diesem Artikel hat es etwas ganz besonderes auf sich: Es handelt sich nämlich um den 1.000sten Artikel, der auf VeloStrom seit dem Start 2014 veröffentlicht wurde! Eine Zahl, die mich, ich gebe es zu, etwas stolz macht.
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