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Markt & Hersteller S-Pedelec

S-Pedelec aus der Nische holen!

Lesezeit etwa 6 Minuten

myStromer und LEVA-EU wollen gemeinsam das S-Pedelec als wichtigen Baustein der Verkehrswende positionieren.

Eine Untersuchung des DLR im Auftrag von LEVA-EU zeigt. Schon heute kann Micromobilität 76% aller Autofahrten und 50% der mit dem Auto gefahrenen Kilometer problemlos ersetzen. Im White-Paper zum S-Pedelec ist dies nur eines von vielen Beispielen, dass lokalen Behörden und Gesetzgebungsorganen das enorme Potential alternativer Mobilität aufzeigen soll.

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Schweiz und Belgien beim S-Pedelec Vorreiter

„Bis zu 37 % der Fahrten könnten mit Speed-Pedelecs (E-Bikes bis 45 km/h) gefahren werden“, erklärt Tomi Viiala, Co-CEO von myStromer. Dass es möglich ist, sieht man an Beispielen aus der Schweiz und Belgien. Diese beiden Länder sind Vorreiter, wenn es um die nachhaltigen Lösungen im Pendelverkehr geht. Dort stehen Speed-Pedelecs als ein Zeichen für einen modernen und nachhaltigen Verkehr.

Die Vorteile der schnelle Pedelecs, deren E-Motor bis 45 km/h unterstützt, kommt besonders bei weiteren Pendelfahrten zum Tragen. Gegenüber einem “normalen” Pedelec kann der Zeitgewinn enorm sein. Das habe ich selbst vor einiger Zeit bei meinen Pendelfahrten von 35 km (einfache Strecke) erlebt. Mit einem S-Pedelec können die Pendler sich auf pünktliche Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie eine gesunde(re) Art der Fortbewegung verlassen. Darüber hinaus sind S-Pedelecs auch kostensparend, energieeffizient und nicht zuletzt umweltfreundlicher als Autofahren.

Was die Schweiz und Belgien zu Vorreitern macht, sind die klaren, übersichtlichen Regeln für die Nutzung von S-Pedelecs. So wird das S-Pedelec so zu einer guten Alternative zum Auto. Darüber hinaus machen einfache Regeln die Arbeit für die Verkehrsplanung einfacher. In Deutschland dagegen sind die Regelungen für S-Pedelecs, freundlich ausgedrückt, kompliziert.


Auch interessant: Wartungsarm, komfortabel, schnell – das Aska S-Pedelec aus Belgien

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Probefahrtbericht von der Eurobike: Das Aska S-Pedelec

Verkehrsregeln für S-Pedelecs überprüfen und präzisieren

Es fängt in Deutschland doch schon beim Radweg an. Innerorts darf ein S-Pedelec in der Regel nicht auf den Radweg. Ist man jedoch mit dem schnellen E-Bike auf der Straße unterwegs, kommt es nicht selten zur Konfrontation mit Autofahrern. Diese sehen nämlich nur ein Fahrrad und ärgern sich, aus ihrer Sicht verständlich, darüber, dass dieses Rad den parallel verlaufenden Radweg nicht nutzt. Mir selbst ist das schon mehrfach passiert. Nebenbei bemerkt: Bisher haben sich nur männliche Autofahrenden lautstark bei mir beschwert, eine Frau noch nie…

Steigt man vom Fahrrad oder E-Bike auf ein S-Pedelec um, muss man nicht selten auch die gewohnte Route umplanen. Denn ein S-Pedelec darf in der Regel weder Waldwege noch Wirtschaftswege nutzen. Oftmals wird das Argument angeführt, dass diese E-Bikes zu schnell wären. Jedoch käme niemand auf die Idee, einen 250 PS-PKW aus der Stadt zu verbannen, nur weil er schneller als 50 oder 70 km/h fahren könnte.

Das man einen Helm fürs S-Pedelec braucht ist aus meiner Sicht selbstverständlich. Doch ein herkömmlicher Fahrradhelm ist nicht ausreichend. Für die schnellen Pedelecs muss es ein “geeigneter” sein. Doch welcher Helm ist geeignet? Aktuelle Rechtsauffassung (Stand 10/2022): Einer, der der Norm NTA 8776 entspricht.

Beispielsweise diese hier:

* * * * *

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Mit dem Weißbuch wollen LEVA-EU und myStromer, der Marktführer im S-Pedelec-Segment, gemeinsam andere europäische Länder überzeugen und motivieren, ihre Verkehrsregeln für S-Pedelecs zu überprüfen und zu präzisieren. Dies impliziert Änderungen in der Politik und den Vorschriften. Und wird deshalb nicht über Nacht gehen. Wobei: Bei den E-Scootern ging es, für mich gefühlt, über Nacht.

Das so etwas auch für S-Pedelecs möglich ist, bewies Tübingen vor ein paar Jahren. Dort gibt es Radwege, die explizit auch für schnelle Pedelecs freigegeben sind. Freilich mit einer sinnvollen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.


S-Pedelec: Erster freigegebener Radweg in Tübingen

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Oberbürgermeister Boris Palmer bei der Freigabe des Radwegs für S-Pedelec.

88% weniger Treibhausgase durch S-Pedelecs

Annick Roetynck, Leiterin von LEVA-EU: „LEVA-EU hat beim DLR eine Untersuchung des Potenzials von LEVs (Light Electric Vehicles, Anm.d. Red.) in Auftrag gegeben, die THG-Emissionen (TreibHausGase, Anm.d.Red.) aus dem Verkehrssektor deutlich zu reduzieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Untersuchung zeigt, dass 37 % aller Autofahrten theoretisch durch Speed-Pedelecs und 19 % aller Autokilometer durch Speed-Pedelec-Kilometer ersetzt werden könnten. Jede Fahrt, bei der ein LEV ein Auto ersetzt, würde im Durchschnitt 88 % der THG-Emissionen der Ersatzautos vermeiden. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Elektrifizierung von Autos allein nicht die Lösung ist. Wir müssen auch das Gewicht der Fahrzeuge, die wir für unseren Transport verwenden, erheblich reduzieren. Das Speed Pedelec ist somit eine sehr wertvolle, nachhaltige Lösung. Rechtliche Engpässe behindern die Technologie- und Marktentwicklung von Speed Pedelecs sehr stark. Das Weißbuch sollte die europäischen, nationalen und lokalen Behörden davon überzeugen, diesen Themen Priorität einzuräumen.“

Download White-Paper

Das komplette White Paper kann hier angefordert werden: https://leva-eu.com/stromer-and-leva-eu-launch-speed-pedelec-white-paper/

Über die myStromer AG

Als junges Unternehmen blickt Stromer 2019 auf eine bewegte Vergangenheit zurück – und in eine spannende Zukunft. Auf die Herausforderungen des Stadtverkehrs, immer längere Wege zur Arbeit, die daraus resultierenden wachsenden Umweltbelastungen und fehlende Mobilität reagiert Stromer mit neuen Technologien und Schweizer Ingenieurskunst.

Fahren Sie den Unterschied: Wenn Sie mit einem Stromer zur Arbeit kommen und gehen, einkaufen oder Besorgungen machen, sind Sie entspannt, voller Energie und haben meist ein breites Grinsen im Gesicht. Dabei vermeiden Sie lästige Staus, Parkplatzsuche und das Warten auf Bus oder Bahn. „Swissness“ ist das Versprechen von Stromer für Qualität, Design, Präzision, Zuverlässigkeit und Respekt für die Umwelt. stromerbike.com

Über LEVA-EU

LEVA-EU ist der einzige Fachverband in der EU, der ausschließlich für leichte Elektrofahrzeuge (LEVS) einschließlich Speed-Pedelecs arbeitet. Seit ihrer Gründung im Dezember 2017 arbeitet LEVA-EU unermüdlich an besseren technischen Vorschriften und Nutzungsbedingungen für LEVs. Stromer ist Mitglied der LEVA-EU der ersten Stunde und beide haben intensiv an der Typgenehmigung von Speed-Pedelecs mitgearbeitet. Diese Zusammenarbeit hat letztendlich zu diesem Weißbuch geführt.

[Text: [at], Fotos: Stromer Bike, VeloStrom]

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Alexander Theis
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