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Cargobikes: Neues Förderprogramm Elektromobilität in München

r_und_m_load_salineSeit dem  1. Januar 2017 gilt die neue Fassung des Förderprogramms Elektromobilität „München e-mobil“, die in der Vollversammlung des Stadtrats am 14.12.2016 beschlossen wurde.

Aufgrund des Bundesprogramms zur „Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus)“ wurde die Förderung von E-Pkw durch das Förderprogramm Elektromobilität „München e-mobil“ der Landeshauptstadt München eingestellt.

Die freigewordenen Mittel wurden teilweise für eine Neuausrichtung des Förderprogramms genutzt, aber auch in andere Bereiche des Integrierten Handlungsprogramms zur Förderung von Elektromobilität in München (IHFEM 2015) umgeschichtet, wie beispielsweise in den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur.

Gleichzeitig wurden aber auch bedarfsgerechte Anpassungen des Förderprogramms Elektromobilität vorgenommen. Zu den wichtigsten Änderungen bzw. Ergänzungen zählen:

  • Öffnung für Privatpersonen im Bereich der Lastenpedelecs und zweirädrigen E-Leichtfahrzeuge
  • Verstärkte Förderung von E-Leichtfahrzeugen durch höhere maximale Fördersummen und Erweiterung des Bonus-Systems
  • Verstärkte Förderung von DC-Ladeäulen durch höhere maximale Fördersummen
  • Förderung von Beratungsleistungen durch zertifizierte Berater für Elektromobilität

Aufgrund der sich ständig ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen und der stetigen Weiterentwicklung des Stands der Technik im Bereich Elektromobilität besteht ein großer Bedarf an Beratung beim Umstieg auf Elektromobilität.

Um möglichst viele Interessenten zu erreichen, sollen sowohl Kurzberatungen zu einzelnen Themengebiete als auch umfassende Analysen (z. B. Mobilitätsanalysen von Fahrzeugflotten unter Nutzung von GPS-Datenloggern) gefördert werden.

Gefördert wird nur die Beratung durch zertifizierte Berater für Elektromobilität, die eine staatliche anerkannte Weiterbildung nach § 42a HWO absolviert haben.

Neben Beratungsleistungen steht die Öffnung der Förderung für Privatpersonen im Vordergrund. Dank der Transportkapazität von bis zu 300 kg stellen Lastenpedelecs für viele Wege sowohl im betrieblichen als auch im privaten Verkehr eine taugliche Alternative zum Auto dar. Etwa die Hälfte aller Fahrten im Bereich der motorisierten Gütertransporte in europäischen Städten können per Lastenpedelec getätigt werden. Dabei stellen unter den verlagerungsfähigen Fahrten die privaten Einkaufswege das größte Potenzial dar.

Genau Förderhöhen und alle Anforderungen für Anträge, die ab dem 01.01.2017 gestellt werden, sind in der Förderrichtline (Link zum PDF) zu finden die am 01.01.2017 in Kraft trat.

Die neuen Antragsunterlagen sind unter www.muenchen.de zu finden.

[Text: PD-F, Foto: VeloStrom]

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
Alexander Theis

2 Kommentare

  1. Beim Thema Lastenfahrrad ist inzwischen einiges in Bewegung. Es gibt mittlerweile ein Pilotprojekt „Lastenfahrräder“, wo kleinere Pakete z.B. in Nürnberg mit einem Lastenfahrrad mit Elektromotor seit Anfang 2017 zugestellt werden. Das ganze Projekt wird von der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm wissenschaftlich begleitet. Laut Berechnungen könnte ein Paketbote mit einem Lastenfahrrad bis zu 200 Pakete am Tag ausliefern und ca. 30 % des Sendungsaufkommens so abgedeckt werden.

    1. Hallo Bernhard,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Ja, das stimmt, es ist einiges in Bewegung beim Thema „Lastenrad“. Hier im Rhein-Main-Gebiet sieht man zum Beispiel auch immer mehr Lastenräder inkl, Hänger von DHL, die Pakete bis zu einer bestimmten Größe ausliefern.

      Gruß
      Alex

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