Sun Storm II von AIM
Test & Technik Zubehör

Test: Zusatzlampe „Sun Storm II“ von AIM

Sun storm II zusatzlampe
Auch verpackt wertiges Aussehen: Zusatzlampe Sun Storm II von AIM

[at] Im Herbst und Winter ist es länger und früher dunkel. Eine Zusatzbeleuchtung macht das Fahren mit Pedelec und Rad erheblich sicherer. Ich hatte die Möglichkeit die Sun Storm II von Analytical Instruments & More (AIM) auszuprobieren.

Gerade die Lichttechnik am Fahrrad hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. War vor einigen Jahren einen Halogen-Glühlampe noch das Maß der Dinge hat die moderne LED-Technik die Fahrradbeleuchtung sparsamer, kleiner und auch heller werden lassen. Ist man allerdings beispielsweise außerhalb geschlossener Ortschaften auf Radwegen unterwegs, ist man ab und an um jedes Lichtquant froh, das man noch zur Verfügung hat. Genau für solche Zwecke ist die Zusatzleuchte  „Sun Storm II“ von AIM gedacht.

Der erste Eindruck

Die „Sun Stom II“ kommt in einer stabilen, wertigen Verpackung daher. Nach dem Öffnen liegt der Lieferumfang fein säuberlich und sorgsam in Schaumstoff verpackt vor: Externer Akku, Netzteil, Helmhaltung, zwei unterschiedliche lange Gummiringe und natürlich der Lampenkörper selbst. Wobei man eher von einem „Körperchen“ sprechen müsste, denn das Gehäuse aus hart anodisiertem und besonders widerstandsfähigem Flugzeugaluminium ist schon sehr klein.

Sun Storm II von AIM verpackt
Gut geschützt verpackt

Trotz nur rund 98g Gewicht fühlt sich die Lampe sehr wertig und stabil an. Die Unterseite des Gehäuses ist halbrund als Fuß ausgebildet – so kann die Sun Storm II mit Hilfe der beiliegenden Gummiringe problemlos entweder am Lenker des Rades oder an der Helmhalterung befestigt werden. Auf der Oberseite der Lampe befindet sich ein Drucktaster, der auch mit Handschuhen noch problemlos bedient werden kann. Durch Drücken wird die Lampe eingeschaltet, die Leuchtleistung ist in Stufen von 10, 40, 70 und 100% durch erneutes Drücken regulierbar. Ein Druck von 3 Sekunden Dauer schaltet die „Sun Storm II“ aus.

Der Taster ist von einem dezent leuchtenden Ring umgeben, der als Ladestandsanzeige dient. Dabei symbolisiert grün mehr als 50 %, blau 10-50% und rot ca. 10 % Ladung. Aus der Rückseite tritt das Anschlußkabel hervor, das die Verbindung zum Akku herstellt. Der Li-Ion-Akku verfügt bei einem Gewicht von 257g über eine Kapazität von 4,4 Ah und ist in eine kleine Tasche verpackt, zwei lange Klettverschlüsse ermöglichen die Befestigung beispielsweise auf dem Oberrohr des Fahrrades vor dem Lenker.

Die Praxis

Sun Storm II am Lenker montiert
Passt an unterschiedliche Lenker.

Die beiliegenden Gummiringe sind unterschiedlich lang, somit kann die Sun Storm II in wenigen Sekunden an Lenkern mit unterschiedlichen Rohrduchmessern befestigt werden. Ausserdem ermöglicht diese Art der Montage ein problemloses Ausrichten der Lampe auch während der Fahrt. Der Akku (AIM gibt eine mögliche „Akkulaufzeit“ von etwa 2,5 Stunden bei 100% Leistung an) ist ebenso problemlos und schnell am Rahmen des Rades befestigt, und los geht’s.

Zunächst lasse ich die normale Beleuchtung meines Rades an, es handelt sich dabei um eine LED-Lampe, welche die Mindestvoraussetzungen der StVZO erfüllt. Sobald ich aber die beleuchteten Straßen verlasse und auf Radwegen außerorts unterwegs bin, schalte ich die „Sun Storm II“ über den großen Taster an.

Die Leuchtleistung beginnt wie gesagt bei 10% und der Unterschied ist bei dieser Leistung schon deutlich zu sehen, steigert sich aber über die weiteren Stufen zu einem sehr beeindruckenden Lichtstrom. Dabei überzeugt nicht nur die schiere Helligkeit und Weite der Beleuchtung sondern vor allem auch die Breite des Lichtkegels. Statt in einem dunklen Schlauch ist man mit der „Sun Storm II“ in einem breiten Lichtkegel unterwegs. Das ist ein erheblicher Sicherheitsgewinn, denn man sieht schlicht und ergreifend einfach mehr. Die unterschiedlichen Lichtstufen der „Sun Storm II“ sind in diesem kurzen Video gut zu sehen, die Realität ist freilich noch viel beeindruckender. Hinweis: Das Flimmern im Lichtkegel wird von der Kamera verursacht.

Schaltet man unterwegs die Lampe völlig aus hat man das Gefühl komplett ohne Beleuchtung zu fahren. Also flugs wieder zum leichtgängigen Taster gegriffen. Ich habe zwischenzeitlich den nächsten Ort erreicht und werden von entgegenkommenden Autofahrern durch Aufblenden daran erinnert, die Zusatzlampe auszuschalten. Man gewöhnt sich sehr schnell an das zusätzliche Licht, doch eine Blendung anderer Verkehrsteilnehmer muss natürlich vermieden werden.

Die Technik

Die „Sun Storm II“ verfügt laut Auskunft von AIM über neu entwickelte Optiken die für die beeindruckende Lightshow sorgen. Der Lichtstrom der „Sun Storm II“ ist mit theoretischen 2.000 Lumen und gemessenen etwa 1.400 Lumen angegeben. Zum Vergleich: Der höhere Wert entspricht etwa der Stärke des Lichtstroms eines gängigen Beamers.

Doch die Stärke des Lichtstroms ist das eine, die Breite der Ausleuchtung das andere. Und gerade auch die Breite des homogenen Lichtkegels im Zusammenspiel mit der Länge der Ausleuchtung macht die Leistung der „Sun Storm II“ mit ihrem angenehm weißen Licht für mich so beeindruckend.

Damit man nicht selbst „geblitzdingst“ wird ist das Gehäuse über den beiden je 10 Watt starken „Cree XM-L2 U2“ LED als eine Art „Antiblendschirm“ ausgeformt.

Die Variante

Zurück zu Hause will ich die Eignung der Lampe als Helmlampe ausprobieren. Dazu befestige ich die „Sun Storm II“ mit der im Lieferumfang enthaltenen Helmhalterung auf meinem

Sun Storm II auf Helm
Die Sun Storm II kann m it dem inkludierten Zubehör auch auf einem Radhelm montiert werden.

Fahrradhelm. Die Befestigung gestaltet sich wegen der sehr langen Klettbänder die ich aus naheliegenden Gründen nicht kürzen will (es handelt sich immerhin um ein Testexemplar, das wieder zurückgeschickt wird) etwas fummelig. Da man die Helmhalterung aber vermutlich nicht täglich demontiert erscheint dieser Punkt für mich vernachlässigbar. Der Lampenkörper wird mit einem der Gummibänder auf der Halterung fixiert, der Akku am „Hinterkopf“ des Helms befestigt, was dank der durchdachten Tasche kein Problem darstellt. Das Gewicht des Akkus von 257g ist deutlich zu spüren, stört aber nach kurzer Gewöhnung nicht allzusehr. Bei geschickter Positionierung der Lampe kann das noch etwas ausgeglichen werden.

Durch die höhere Lampenposition erscheint die Ausleuchtung noch etwas besser und folgt logischerweise dem Drehen des Kopfes. Die Bedienung ist durch den gut erreichbaren Taster problemlos. Trotz des Vorteils des ausrichtbaren Lichtkegels würde ich persönlich die Montage der „Sun Storm II“ am Lenker jedoch bevorzugen. Wobei bei der Helmbefestigung der Diebstahlschutz besser ist. 🙂

Das Fazit

Zum Preis von 113,95€ (zzgl. 6€ Versandkosten, Stand 02.11.15) erhält man ein beeindruckendes Plus an Sicherheit beim nächtlichen Radeln auf schlecht oder gar nicht beleuchteten Wegen. Durch die Möglichkeit, die „Sun Storm II“ auch als Helmlampe einzusetzen ist sie sehr variabel.werden. Die Lichtausbeute ist von angenehmer Farbe und enormer Breite sowie Weite, die Verarbeitungsqualität makellos.

AIM bietet neben der gesetzlichen Garantie von 2 Jahren eine „NichtGefallenGeldZurück-“ Garantie: Sollte die „Sun Storm II“ nicht gefallen, wird sie einfach zurück geschickt und der Kaufpreis erstattet. Darüber hinaus wird im Defektfall bei Meldung per Email oder Telefon bis 16 Uhr am gleichen Tag noch kostenfreier Ersatz zugesandt. Die „Sun Storm II“ ist im Online-Shop von AIM unter www.blacksun2.com erhältlich.

Das Urteil

Klare Kaufempfehlung!

Mein Dank geht an AIM für das kostenfreie zur Verfügung stellen des Testexemplars.

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
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