Copenhagen - Donkey Bike bridge
Fahrradinfrastruktur

Bikesharing: Donkey Republic Haupt-Anbieter in Kopenhagen

Lesezeit etwa 4 Minuten

Die Stadt Kopenhagen hat in der vergangenen Woche die neuen Genehmigungen für Mikromobilitäts-Services vergeben. Dem nachhaltig ausgerichteten Bikesharing-Anbieter Donkey Republic wurde das Recht verliehen, ab Februar 2020 in der dänischen Hauptstadt 2.075 der insgesamt genehmigten 3.200 Sharingbikes zu betreiben. Damit ist das international agierende Startup der größte Bikesharer der dänischen Hauptstadt.

Copenhagen - Donkey Bike bridgeBisher hatte Kopenhagen noch keine Rahmenbedingungen für den Betrieb von Mikromobility-Sharingservices definiert. Bereits seit 2016 engagiert sich Donkey Republic dafür, gemeinsam mit der Stadtverwaltung Regelungen zu schaffen, um einen optimalen stadtverträglichen Shared-Mobility-Service anzubieten. 

Donkey Republic begrüßt die neuen Genehmigungen und Regulierungen als wichtigen Schritt in die richtige  Richtung, um einen Qualitätsservice anbieten zu können, der wirklich auf die spezifischen Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten ist.

“Wir haben uns immer für Regulierungen ausgesprochen in unserem Dialog mit der Stadt Kopenhagen, weil wir fest daran glauben, dass die Mobilitätsservices in einem regulierten Markt besser für die Nutzer sind”, so Alexander Frederiksen, Chief Sales Officer von Donkey Republic. “Donkey hat einen festen Platz in Kopenhagen und wir sind jetzt sehr glücklich, dies jetzt auch auf dem Papier zusehen!”

Den Platz auf dem Bürgersteig managen

Die neuen Regelungen beschränken unabhängig von der Nachfrage die Zahl der geparkten Sharingbikes pro Standort. So haben künftig auch große Bahnhöfe wie Nørreport oder der Hauptbahnhof ein Limit von nur 2 Fahrrädern. Aus der Sicht von Donkey Republic kann dies zu einer Herausforderung werden für Personen, die die Strecke zum Bahnhof mit einem Sharingbike zurücklegen.

Dieses neue Hindernis könnte Donkey Republics Bemühungen, die Zahl der Pkw-Pendler zu reduzieren, im Wege stehen. Dennoch will das in Kopenhagen ansässige Unternehmen sich weiter dafür einsetzen, einen leicht zugänglichen Mobilitätsservice für Pendler anzubieten.

Morten Jaszczur, Country Manager Dänemark von Donkey Republic, sieht zudem weitere Aufgaben auf seine Mitarbeiter zukommen: “Unsere talentierten Mechaniker bzw. Shepherds, wie wir sie nennen, sind Tag für Tag auf den Straßen Kopenhagens unterwegs. Neben dem Instandhalten der Fahrräder wird künftig das Verteilen der Sharingflotte gemäß des Bedarfs und der städtischen Anforderungen ein wichtiger Teil ihrer Arbeit sein.”

Für einen regulierten Micromobility-Markt

Trotz der neuen Herausforderungen hofft Donkey Republic, dass weitere Städte dem Vorbild Kopenhagens folgen  und Regulierungen für den Mikromobilitätsmarkt einführen. Funktionierende Sharingsysteme, die Standards erfüllen und an lokale Gegebenheiten angepasst werden, werden nicht den öffentlichen Raum mit Fahrzeugen fluten und so einen wirklichen Beitrag zur Mobilitätswende leisten.

Donkey Republics Sharingflotte in Kopenhagen umfasst aktuell rund 2.500 Fahrräder, die von rund 4.000 Mitgliedern und weiteren 13.000 lokalen Nutzern regelmäßig genutzt werden. In Deutschland ist der Bikesharing-Anbieter in Berlin, München und Freiburg vertreten.

Über Donkey Republic

Donkey Republic ist ein Bike-Sharing-Pionier mit Sitz in Kopenhagen. Die Mission des 2015 von Erdem Ovacik, Jens Frandsen, Alexander Frederiksen und Rune Kokholm gegründeten Unternehmens ist es, mehr Menschen auf’s Rad zu bringen und einen weltweiten Fahrradverleih aufzubauen, der sich vor allem durch zwei Dinge auszeichnet: eine einfach, flexible Ausleihe und einen nachhaltigen, sozial- und ressourcenverträglichen Betrieb.

Zu Donkeys Konzept gehört auch ein über alle Kanäle erreichbares Serviceteam, welches den Nutzern bei Fragen rund um die Bikes oder die App zur Verfügung steht. Das Portfolio von Donkey Republic umfasst neben hochwertigen Fahrrädern seit Juni 2019 auch E-Bikes. Aktuell vertrauen bereits mehr als 300.000 Nutzer in mehr als 60 Städten in 15 Ländern in Europa und den USA auf die innovativen Lösungen von Donkey Republic – Tendenz steigend.

Mehr Infos unter www.donkey.bike/de/

Die Donkey App steht hier kostenlos zum Download bereit:

[Text & Foto: Donkey Republik]

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Kommentar:

Leihradsysteme sind eine prima Sache, besonders in großen Städten. Das größte Ärgernis sind aber die oft überall herumstehenden Bikes von freien Leihradsystemen. Die Idee, die Menge der Bikes pro Standort zu begrenzen, ist eine Möglichkeit der Sache Herr zu werden. Wobei die Anzahl von nur zwei Bikes je Standort unabhängig von der Frequentierung schon eine Herausforderung ist, für alle Beteiligen. Meiner Meinung nach wird diese Regulierung zu einer Reduzierung der Anbieter führen, da der logistische Teil des Konzepts enorm an Bedeutung gewinnt. Denn als Businessmodell reicht es dann nicht mehr nur, tausende von Bikes irgendwo in der Stadt abzuladen und dann über die Vermietung per App zu kassieren. Nein, die Bikes müssen auch noch platziert werden. Und damit könnten standortgebundene Systeme wieder im Vorteil sein. 

Alexander Theis