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Trike Velomobil

Blinker am Rad: Radfahrer setzen 2018 ein Zeichen

Lesezeit etwa 2 Minuten

Im Zuge der Verbesserung der Verkehrssicherheit sind seit 1. Juni 2017 Blinker an Fahrrädern zugelassen. Jedoch nicht an allen, sondern nur an Mehrspurfahrzeugen wie dreirädrigen Liegerädern.

Die Anforderungen für die Fahrradblinker orientieren sich dabei an den Kfz-Standards. Die Blinkzeichen müssen somit für andere Verkehrsteilnehmer fasst aus jedem Winkel sichtbar sein und der Fahrer muss akustisch oder optisch auf eine Fehlfunktion hingewiesen werden.

Blinker für’s Trike

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An Dreirädern dürfen ab sofort Blinker verbaut sein.

Liegeradspezialist HP Velotechnik präsentierte bereits zur letztjährigen Eurobike als erster deutscher Hersteller einen StVZO-zugelassenen Fahrradblinker.

Der „Wing Bling“ kostet im Set 399 Euro und wird bei Liegerädern vor dem Kettenblatt und am Gepäckträger angebracht. Seit November 2017 schon werden die Produkte an Liegerädern verbaut oder sind als Nachrüstset im Fachhandel erhältlich. Bedient wird der Blinker durch einen Schalter am Lenker.

blinker_liegerad_vorne„Im Grunde ist der Blinker fürs Fahrrad eine überfällige Neuerung“, meint Paul Hollants, einer der beiden Geschäftsführer von HP Velotechnik. Für ihn wäre das System auch an zweirädrigen Fahrrädern durchaus sinnvoll. „So wird vielleicht manch Radfahrer zur korrekten Spurwechselanzeige motiviert.“

Nummernschildhalter für’s S-Pedelec

kennzeichenhalter_s-pedelecAuch S-Pedelec-Fahrer erfreuen sich in der kommenden Saison einer praktischen Neuerung: Die schnellen Elektroräder erhalten einen beleuchteten Kennzeichenhalter. So ist das Versicherungskennzeichen jederzeit ablesbar. Hergestellt wird der Halter von Busch & Müller und ist direkt von Werk ab an S-Pedelecs verbaut.

Zudem gibt es von den Lichtexperten eine spezielle Hupe. „Diese ist seit 2017 verpflichtend bei S-Pedelecs“, erklärt Sebastian Göttling, Marketingmanager bei Busch & Müller.

[Fotos: PD-F]

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
Alexander Theis

2 Kommentare

  1. Vor Jahren hat man über Blinker noch im Pedelecforum gelacht und für unwichtig erklärt. Doch gerade bei den S-Peds habe ich das schon immer für wichtig gehalten, da man bei 40 km/h doch beide Hände am Lenker haben sollte. Auch kann man einen Blinker deutlich vor dem Abbiegen an machen und wird so hoffentlich deutlich besser erkannt.
    Ich kenne einige S-Ped Fahrer, welche aber kein Kennzeichen am S-Ped angebracht haben. Auf Nachfrage hat nur einer wirklich eine Versicherung abgeschlossen.
    Bin gespannt, wann die Polizei S-Peds und Peds stärker und kenntnisreicher Kontrolliert.

    1. Hallo Pedelecer,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich habe am Velomobil schon seit Beginn an Blinker, es ist einfach schwer, sonst das Abbiegen anzuzeigen. Jetzt bin ich endlich konform zur StvZO unterwegs. Allerdings hat mich bisher noch nie jemand deshalb angehalten.

      Ich mich erinnern, das es in meiner Kindheit kleine Gehäuse aus Kunststoff gab. Die hatten einen blinkenden Pfeil für rechts, einen für links und ein Batteriefach, ich glaube für zwei oder vier AA-Batterien. Per Kabel konnte man da mit einem Schalter vom Lenker aus rechts oder links blinken. Für uns Kinder war das ein tolle Sache, weil man sich da “erwachsener” fühlte. Vielleicht nehmen andere Verkehrsteilnehmer analog dazu einen Radler eher als vollwertigen Verkehrsteilnehmer war, wenn er einen Blinker hat?

      Was Sie von den S-Pedelec-Fahrern schreiben entspricht auch meiner Beobachtung sowie der Rückmeldung einiger Händler. Meiner Meinung nach ist das ein gefährliches Spiel, wenn etwas passiert. Den Fahren ohne Versicherungsschutz ist, zu Recht, kein Kavaliersdelikt und kann im Fall des Falles sehr teuer werden. Die Kosten für eine entsprechende Versicherung stehen dazu in keinem Verhältnis. Und die Versicherung hat noch einen Vorteil: Über die Kasko kann der Diebstahl des S-Pedelecs mit abgesichert werden, das ist oft preisünstiger als das über die Hausratversicherung zu erledigen.

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