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E-Bike-Tests Fertig-Pedelecs KTM

Dauertest e-MTB KTM Macina Race 274: Adieu, treuer Freund!

Lesezeit etwa 8 Minuten

Neun Monate war das Pedelec von KTM bei VeloStrom zum Test. Heute geht es zurück zu Greenstorm.

Inhalt

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Dauertest e-MTB KTM Macina Race 274

Einleitung

Mit vollem Namen hört das E-Bike auf den Namen “KTM Macina Race 274 10 PT-CX5i4” und es war in den letzten Monaten vor allem als Pendlerbike auch auf Feldwegen und auf Reisen unterwegs. Schweres Gelände oder gar Downhill hat es nie gesehen. Doch das passte, denn die artgerechte Haltung sieht “Leisure Cross Country” vor, wie der Aufkleber an der Gabel ausweist. Und dafür ist das Bike wirklich gut geeignet.

Nach neun Monaten im Einsatz geht es heute wieder zurück zu Greenstorm, die das Bike für den Testzeitraum dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt haben. Greenstorm hat sich zu einem der bedeutendsten E-Bike Händler in Europa entwickelt. Das Konzept: Hoteliers tauschen leere Zimmerkontingente gegen Pedelecs . Diese können dann den Hotelgästen für den Aufenthalt zur Verfügung gestellt werden. Nach einer Saison gehen die Bikes wieder zurück, werden in der Werkstatt von Greenstorm durchgesehen und bei Bedarf wieder auf Vordermann gebracht. Sodann werden sie als gebrauchte Pedelecs zu wirklich sehr attraktiven Preisen mit zwei Jahren Greenstorm-Garantie auf Rahmen, Akku und Motor im Online-Shop wieder verkauft.


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Wer also ein günstiges E-Bike sucht und nicht zwingend das neueste vom neusten braucht, was der Pedelec-Markt bereithält, sollte unbedingt mal auf dem Online-Shop von Greenstorm vorbeischauen. Neben eMTB gibt es dort auch e-Trekkingbikes, e-Citybikes, e-Fatbikes, e-Fullys, sogar e-Bikes für Kinder sind dabei.

Außer Pedelecs von KTM sind auch viele andere Marken vertreten, wie zum Beispiel Univega, Ghost, Corratec, Husqvarna, Fantic oder myBoo. Die Auswahl ist gerade aktuell groß und die Gelegenheit somit besonders günstig. Das e-Fatbike Fantic GS Sport 888, das 2019 im Velostrom Dauertest begeisterte, ist aktuell (Stand 30.11.2020) mit einer Ersparnis von satten 2.291 € zu haben!


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Wenn ein Dauertestbike bei VeloStrom im Einsatz ist wird auch vielfältiges Zubehör ausprobiert. Beim KTM Macina 274 waren das 

  • Fender von Decathlon
  • Gepäckträger von Wren
  • Lenkererhöhung von Ergotec, Modell 4
  • Griffe von Ergon (GS1-L)
  • Rinsten Sattelfeder
  • Lampe LS 760 I-GO® VISION von Trelock

Fender: Tolle Qualität zum günstigen Preis

Aus purer Neugier habe ich mich für das mit 17,99 € sehr günstige Set namens “Rockrider” von Decathlon entschieden. Die Montage war einfach und schnell erledigt. Der Hinterradschutz wird mit einer cleveren Spannmechanik am Sattelrohr befestigt. Von der Länge her reicht es beim KTM Macina Race 274 mit den 27,5” großen Laufrädern gerade so bis über das Hinterrad. Und es passt auch gerade so unter dem Gepäckträger durch. Das Pendant vorn wird von unten im Lenkrohr per Klemmschraube fixiert.

Die 17,99€ waren sehr gut investiert. Die Schutzwirkung war in Ordnung und die Befestigung hielt über den gesamten Testzeitraum, ohne dass ich einmal hätte nachjustieren müssen. Tolle Qualität zum günstigen Preis!

Gepäckträger von WREN

Der Träger von Wren kam ja bereits schon beim Fatbike Fantic Fatsport GS 888 zum Einsatz, dort allerdings nur kurz, weil er erst gegen Ende des Dauertests des Fantic von fatbike24.de eintraf.
Der Wren-Gepäckträger zeichnet sich durch seine Variabilität aus. Durch eine clevere Konstruktion in Breite und Höhe verstellbar, passt er an eine Vielzahl von Bikes. Außerdem ist er sehr robust, einmal montiert und korrekt eingestellt, was durchaus etwas fummelig sein kann, lässt er sich auch von schweren Lasten nicht beeindrucken. 

Lenkererhöhung von Ergotec, Modell 4

Die Lenkererhöhung “Modell 4” von Ergotec bietet eine in 5 Positionen anpassbare Höhenverstellung. Mittels verschiedener Spacer sind Lenkererhöhungen von 56mm, 61mm, 66mm, 74mm und 76mm möglich. Die Montage ist einfach und schnell erledigt, die Wirkung erstaunlich.

Das KTM Machina Race 274 hat eine eher gemäßigte Sitzgeometrie, die durch die Lenkererhöhung noch viel entspannter wird. Dadurch bedingt verringert sich der Druck auf das Vorderrad. Das dürfte aber je nach Einsatzzweck des EMTB zu verschmerzen sein. Gerade wer, aus welchen Gründen auch immer, nach dem Kauf des KTM Macina eine etwas aufrechtere Sitzposition bevorzugt, ist mit der Lenkererhöhung von Ergotec meiner Meinung nach gut beraten.


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Ergonomische Griffe GS1-L von Ergon

Die Griffe von Ergon sind dafür gedacht, den Druck vom Handballen zu nehmen. Passend eingestellt schonen sie außerdem den Ulnaris-Nerv der Hand und beugen dem Einschlafen der Hände bei längeren Fahrten vor.


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Das Modell GS1-L von Ergon ist für sporlichere Fahrer gedacht. Die Handballenauflage ist nicht ganz so ausgeprägt wie bei anderen Modellen des Herstellers. Die Monage selbst ist dank Schraubklemmung in minutenschnelle erledigt. Es dauert ein paar Kilometer, bis man den individuell passenden Winkel der Griffe gefunden hat, aber dann begeistert die Wirkung. Auch hier eine klare Kaufempfehlung.

Rinsten Sattelfeder

Das KTM Macina Race 274 10 PT-CX5i4 ist ein Hardtail, verfügt also nicht über eine Hinterradfederung. Wer den Fahrkomfort erhöhen will, muss also auf eine Sattelfederung zurückgreifen. Diese gibt es als Teleskopfedersattelstütze, im Sattelrohr, als Parallelogrammfeder und seit relativ kurzer Zeit auch als Rinsten-Sattelfeder. Die besteht aus einem gebogenen Rohr und wird zwischen Sattel und Sattelstütze montiert.


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Gebrochene Sattelfeder

Die Montage geht einfach von der Hand, dauert aber ein wenig. Das gilt ebenso für die Juzstierung: Die Federwirkung ist abhängig von Körpergewicht, Sitzhaltung und Längenverstellung des Sattels auf der Feder. Und es dauert etwas, bis man die passende Einstellung gefunden hat. Doch dann ist auch hier das Aha-Erlebnis vorprogrammiert. Denn besonders die Spitzen von Fahrbahnkanten oder Wurzelaufbrüchen werden gut abgefedert, der Fahrkomfort steigt spürbar.

Im Laufe des Tests brach die Feder, zum Glück ohne Verletzung. Nach wenigen Minuten war die Feder demontiert und ich konnte wieder weiter fahren – und merkte sofort, was fehlt!

Nach Aussage des Herstellers handelte es sich bei meiner Feder um einen Materialfehler. Die neue Feder sei aus einem angepassten Material gefertigt und verfüge über eine längere Haltbarkeit. Die wird sie nun auf einem anderen Pedelec unter Beweis stellen.

Lampe LS 760 I-GO® VISION von Trelock

Wer bei Wind und Wetter und allen Jahreszeiten mit dem Bike pendelt, der muss sich auf eine gute Beleuchtung verlassen können. Da das KTM Macina Race 274 als e-Mountaibike nicht über eine Beleuchtung verfügt, nutzen wir das Lampenset LS 750 I-Go Vision von Trelock.


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Sowohl die Front- als auch die Heckleuchte können werkzeuglos montiert werden, beide sind per Akku betrieben und werden per USB Kabel aufgeladen. Die Standzeit der Akkus reichen in der Regel für mehre Pendelfahrten problemlos aus. Besonders die vordere Lampe begeistert durch die gute Ausleuchtung und die Möglichkeit, die Leuchtstärke in verschiedenen Stufen anzupassen. So hat man auch abseits vom Straßenverkehr auf Feldwegen bei der Fahrt zur Arbeit prima Sicht.

Test-Fazit

Das KTM Macina Race 274 10 PT-CX5i4 ist ein genügsames Pedelec für den Alltagsgebrauch. Ein  “Brot-und-Butter-Modell” im besten Sinne, das nicht durch ausgefeilte und hochtechnisierte Schicki-Micki-Ausstattung glänzt sondern im Alltag überzeugt.

Es ist ein ideales Bike, um es als Pendler-Pedelec zu nutzen, da es sich einfach und preisgünstig aufrüsten lässt. Dabei bleibt es vielfältig einsetzbar und macht auch in der Freizeit Spaß. Die Reifen (Schwalbe Smart Sam) sind noch ok, einen Platten gab es nicht. Schwalbe bewirbt die montierten Smart Sam mit langer Haltbarkeit und angenehmem, vibrationsfreien Abrollverhalten. Das kann ich durchaus bestätigen, wäre Ersatz nötig, wären die Smart Sam wieder meine erste Wahl. Apropos Ersatz: Einziger Verschleiß war ein Satz Bremsbeläge vorne und hinten.

Der bärige Bosch CX-Motor des KTM Macina Race macht, besonders an Anstiegen, Laune. Dass er zweimal kurz je für wenige hundert Meter ausfiel war offensichtlich nur ein kurzfristiges Elektronik-Problem, das sich durch “aeg” (“ausschalten, einschalten, geht”) beheben ließ. 

Transparenzhinweis: Das Bike wurde im Rahmen des Botschafter-Programms von Greenstorm gestellt.

[Text: [at], Fotos: VeloStrom]

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Alexander Theis