Foto der Verpackung des MOTO Reflex-Pedals
Test & Technik Zubehör

Ergebnis Praxistest: MOTO “Reflex” Grip-Pedal für’s Pedelec

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So sieht das Moto Reflex-Grip-Pedal montiert aus

[at] Am 09.05.15 begann mein Praxistest zum MOTO “Reflex” Grip Pedal am Pedelec; Zeit für das Fazit.

In den vergangenen Wochen habe ich viele Kilometer mit dem Grip-Pedal des ehemalige BMX-Profis Alireza Barjesteh zurückgelegt. Das Pedal musste sich bei den unterschiedlichsten Witterungsbedingungen beweisen, nur Schnee und Eis fehlen noch. Aber so lange wollte ich dann doch nicht warten.

Montage und erster Eindruck

Die Montage der Pedale ist recht einfach und schnell erledigt. Man sollte nur einen passenden Inbusschlüssel greifbar haben, denn eine Aufnahme für Maulschlüssel fehlt. Eine Markierung, welches das recht und und welches das linke Pedal ist, wäre auch ganz praktisch. Auch wenn man die Pedale in der Regel nur einmal montiert. Aber das ist jammern auf hohem Niveau.

Schon auf den ersten Metern mit dem Grip-Pedal fällt das ungewohnt gute Trittgefühl auf: Man spürt ganz genau, dass die gesamte Fläche des Pedals zur Kraftübertragung zur Verfügung steht. Entsprechend kraftvoll und trotzdem entspannt fühlt sich der Vortrieb an.

Grip und nochmal Grip!

Moto Reflex-Grip-Pedal verschlammt
Während des Schlammtests…

Alle Versuche bei trockenem Wetter den Fuß mutwillig während der Fahrt bei gekippten Pedal abrutschen zu lassen, scheiterten. Das Grip-Tape auf dem Pedal bietet tatsächlich enormen Grip!Der bleibt auch bei nassen Verhältnissen deutlich über dem Grip, den Bärentatzen- oder Platformpedale mit Pins bieten. Auch bei testweise mit Schlamm verschmierten Pedalen und Schuhen ist der Grip besser als alles, was ich bisher erlebt habe.

Moto Reflex-Grip-Pedal sauber
…und danach.

Allerdings brauchte die Reinigung des Pedals dann etwas mehr Zeit als bei anderen Pedalen. Am besten gelang es mit einem Wasserstrahl aus dem Schlauch und ein wenig Rubbeln.

Eignung für verschiedenstes Schuhwerk…

Bisher hatte ich bei allen Pedalen auf längeren Strecken das Problem mit “tauben” Füßen. Mit dem MOTO “Reflex” Grip Pedal trat das nicht mehr auf. Vermutlich liegt das an der breiten Aufstandsfläche. Die hat noch einen angenehmen Nebeneffekt: Auch das Fahren mit Flip-Flops, Holzpantinen, Business- oder Hausschuhen, Outdoor- oder Gummi-Sandalen ist problemlos möglich. Nicht ausprobiert habe ich Pumps und das Fahren ganz ohne Schuhe. Letzteres weil ich ob der rauen Oberfläche des Grip-Tapes Sorgen um die Haut an meinen Füßen hatte. 🙂

…und unterschiedliche Fahrzeuge

Die MOTO “Reflex” Grip Pedale waren an meinem Pedelec und an meinem Velomobil montiert. Sowohl am Fahrrad als auch am Velomobil konnten sie überzeugen. Gerade beim Velomobil fand ich den Grip noch angenehm auffälliger als am normalen Fahrrad: Im Velomobil sitzt man wie im Liegerad und tritt nach vorne, gerade bei Stops kann es sehr anstrengend werden die Füße vom Abrutschen von den Pedalen zu hindern. Da sind die Grip-Pedale eine prima Alternative zum “Klick-Pedal”, auch weil die Bewegungsfreiheit des Fußes voll gewährt bleibt. Für die Kraftübertragung über den gesamten Fuß gilt das oben Gesagte. Dies wurde mir auch von einem Freund bestätigt, der die Pedale testweise für eine  kleine 50km-Tour in seinem Velomobil montiert hatte. Nach der Tour hat er sich die Pedale direkt bestellt.

Auf einem Campingplatz fuhr ein Vater, dessen Nachwuchs BMX-Rennen fährt, die Pedale an meinem Rad probe und war ebenfalls über den Grip begeistert. Vor allem da in der Klasse, in der sein Nachwuchs unterwegs ist, Klickpedale aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt sind, wäre der Grip der Pedale ein echter Vorteil, meinte er nach der Fahrt.

Fazit:

Die MOTO “Reflex” Grip Pedale haben sich einen eine dicke Kaufempfehlung verdient! Der Grip ist enorm, was die Sicherheit auch für den Alltagsradler erhöht. Durch die breite Aufstandsfläche fühlt sich die Kraftübertragung sehr viel effektiver an, “eingeschlafene” Füße gehören (zumindest bei mir) der Vergangenheit an. Das Verletzungsrisiko für die Waden durch Pins bzw. scharfe Kanten an Pedalen anderer Bauart ist eliminiert, und mit einem Gewicht von 174 Gramm pro Stück ergibt sich gegenüber den meisten Platform-Pedalen auch ein Gewichtsvorteil.

Geeignet sind die Pedale aus meiner Sicht grundsätzlich für alle Arten von Fahrrädern und Pedelec; gerade für Liegeräder und Velomobile sind sie eine prima Alternative zu “Klick-Pedalen”.

Einziger Kritikpunkt: Eine Markierung des rechten und linken Pedals würde die Montage für Ungeübte erleichtern.

Die Pedale sind im Online-Shop von Motobicycles zum Preis von 55 € zzgl. Versankosten (Stand: 02.07.15) erhältlich.

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
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