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Fatbike Fertig-Pedelecs Test & Technik

Fantic FatSport GS 888: Fit für den Pendleralltag

Lesezeit etwa 6 Minuten

[at] Das Dauertestbike Fantic FatSport GS 888 wird fit für den Pendleralltag gemacht.

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Dauertestbike Fantic FatSport GS 888 “ready to commute” (Klicken zum Vergrößern).

Das FatSport kam Ende November picobello aus dem Versandkarton, es hatte nur 82 km auf der Uhr und war in entsprechend neuwertigem Zustand. Trotzdem war es von Greenstorm nochmal gecheckt worden, der Anhänger am Schlüssel bestätigt das. Immerhin gibt Greenstorm 2 Jahre Hersteller- und Greenstorm Garantie auf Rahmen und Akku.

Die Doku ersetzt ein informativer Hinweiskarton, der gut sichtbar am Lenker befestigt war und die wichtigsten Einstellungen visualisiert. Für mich persönlich absolut ausreichend.

Nette Dreingabe ist ein Kabelschloss, das kunstvoll um die Sattelstütze drapiert stets griffbereit ist und zumindest Gelegenheitslangfinger abschrecken wird.

Das FatSport wird bei mir als Alltagsbike für’s Pendeln eingesetzt.

 

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Das Fantic FatSport GS888 wie es aus dem Karton kam (Klicken zum Vergrößern).

MTB-Puristen werden sich mit Grausen abwenden, aber treue VeloStrom-Leser wissen: Ich bin kein allzu großer Fan von Rucksäcken. Ab und an ist’s ok, aber auf Dauer finde ich einen Gepäckträger einfach praktischer, gerade für’s alltägliche Pendeln.

Und da das FatSport über Gewindeösen am Heck verfügt stellt sich mir nur die Frage, ob es für Nischenbikes, die Fatbikes hierzulande nunmal sind, überhaupt passende Gepäckträger “von der Stange” gibt oder ob ich mir mit einem Eigenbau behelfen muss.

Zum Glück für mich und alle Ästhet zeigt eine Such im Web schnell: Es gibt passende Träger “von der Stange”, die Auswahl ist zwar nicht so groß, das macht aber in dem Falle nichts. Ich habe mich für den “Topeak UNI Super Tourist FAT Disc Gepäckträger für Fatbikes mit Scheibenbremsen” entschieden. Er kostete bei Nanobike 79,90€, wiegt etwa 1.265g verfügt über extra lange Befestigungsstreben und bietet die Möglichkeit, Systemtaschen über die “MTX QuickTrack Schiene” anzubringen. 

Leider fehlen beim Fantic FatSport aber die Gewindeösen an den Sattelstreben, doch auch hier ist passende Hilfe nur einen Mausklick entfernt: Die Racky Sattelrohrschelle ist im passenden Durchmesser für 7,90€ bei Rose schnell bestellt.

Wer würde schneller sein, Nanobike oder Rose..? Das Ergebnis ist sensationell: Nach kaum mehr als 24h lag die Sendung von Rose schon in der Packstation! Zweit Tage später war auch die Sendung von Nanobike da. Auch sehr gut! 

Und los geht’s!

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Alle Teile da, los geht’s! (Klicken zum Vergrößern).

Nach dem Auspacken des sorgsam umhüllten Topeak-Träger ist die Grundmontage schnell erledigt: Lediglich die “Beine” des Trägers müssen passend zu den Gewindeösen ausgerichtet und die Befestigungsstreben an den Schienen angebracht werden. Das Montagematerial ist hochwertig: VA-Schrauben, -Unterlagscheiben und -Muttern, letztere sogar in der selbstsichernden Ausführung, top! 

Die Sattelklemme ist flugs getauscht, die neue muss geschraubt werden, für den Einsatz als Pendlerbike kann ich auf die serienmäßige Klemme mit Schnellverschluß gut verzichten, damit sinkt auch das Dienstahlrisiko für die Stütze. 

Wie vermutet ist die Paßform des Trägers perfekt, bei der Montage gibt es keinerlei Probleme, nicht muss zurechtgebogen werden, genau so hatte ich mir das vorgestellt. Auch die Streben sind schnell an der neuen Sattelklemme befestigt und so dauert das horizontale Ausrichten des Trägers fast am längsten: Ich hatte bei der Montage die Schrauben in die falsche Position gebracht so dass sich die Befestigungsstreben nicht weit genug verschieben ließen. Gut, dass ich die Muttern noch nicht befestigt hatte…

Um das Ergebnis zu betrachten mache ich einen Schritt zurück und stelle fest:

Ganz schön breit!

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Ganz schön breit: Fantic FatSport GS888 nach dem Umbau (Klicken zum Vergrößern).

Mit dem Träger wirkt das Fantic Fat Sport GS 888 noch wuchtiger als es eh schon ist! 🙂

Der “Topeak UNI Super Tourist” macht den soliden Eindruck als könnte man einen Zentner draufladen und passt damit prima zumErscheinungsblid des Fatbikes. Der Träger verfügt über abgesenkte Gepäckstreben, an die sich Gepäcktaschen leicht einhängen lassen. Zum einen senkt das den Schwerpunkt des Bikes bei eingehängter Tasche und zum anderen kann man bei Bedarf auf den Gepäckträger zusätzlich auch breite Gepäckstücke laden.

Für’s erste wird aber meine Ortlieb-Office-Bag genügen, die sich gewohnt leicht einhängen lässt. Nur: Ob ich so noch durch Drängelgitter komme? 🙂

Nässeschutz

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Ganz schön mächtig: Gabel mit Mudguard am Fantic FatSport GS 888 (Klicken zum Vergrößern).

Das FatSport ist ein E-Mountainbike und damit entsprechend sportlich-spartanisch ausstaffiert. Das macht off-road auch wirklich Sinn, on-Road und beim täglichen Pendeln ist der “Einferkelfaktor” bei nasser Witterung und schlammigen Feldwegen auf Grund der breiten Reifen und verbunden mit dem grobstolligen Profil aber enorm.

Jede größere Pfütze sorgt für eine Gesichtswäsche und einen Abenteuer-Look als käme ich direkt vom Candy B Graveller. Die fragend-amüsierten Blicke von Kolleginnen hingegen legen einen Zwischstop am Waschbecken nahe, bevor es an den Arbeitsplatz geht. 

Abhilfe soll ein Mudguard schaffen, der prima zwischen die breiten Holme der Gabel passt und sich erstaunlich schnell und problemlos mit Kabelbindern befestigen lässt. Mal sehen, ob das Teil einen großen Unterschied macht.

[Fotos: VeloStrom]

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Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VeloStrom.de
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