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Zubehör

Im Test: Fahrradhelm Rudy Project Central+

Lesezeit etwa 5 Minuten

Der Central+ ist ein E-Bike und Fahrradhelm für den urbanen Einsatz. Wie schlägt er sich in der Praxis?

Champions im Radsport, Triathlon, Motorsport und in zahlreichen anderen Disziplinen tragen Rudy Project Helme und Sonnenbrillen während des Trainings und bei den weltweit wichtigsten Wettkämpfen.

Aus deren Feedback leitet das Unternehmen Produkte ab, die auch Menschen, die im Alltag mit dem Rad oder E-Bike unterwegs sind, zu Gute kommen.

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Rudy Project

Rudy Project entwickelt, produziert und vertreibt unter anderem Brillen und Helme für technisch anspruchsvolle Sportarten.

Gegründet 1985 in Treviso (Italien), ist Rudy Project seit über 30 Jahren am Markt und in mehr als 60 Ländern weltweit präsent. Das Unternehmen wird in der zweiten Generation von Cristiano und Simone Barbazza geleitet.

Central+ Fahrradhelm

Der Central+ vereint urbane Eleganz und Sicherheit im Straßenverkehr. Mit seinem raffinierten Design und erstklassigen Sicherheitsmerkmalen wurde dieser Helm für den modernen E-Biker entwickelt. Ziel war es, optimalen Schutz und hervorragenden Komfort zu vereinen.

Rudy Project ist der Einhaltung aktueller Vorschriften verpflichtet. Um vollständige Transparenz und Vertrauen in die Produkte zu schaffen, kann die Konformitätserklärungen über diesen Link eingesehen werden.

Anprobe E-Bikehelm Central+

Der Central+ ist nur in schwarz-matt erhältlich. Schon beim Auspacken werden die Unterschiede zu einem MTB-Helm deutlich: Der Central+ wirkt auf mich eher wie ein Helm für einen Jockey.

Laut Datenblatt soll der Central+ in der gelieferten Größe „S-M“ für einen Kopfumfang von 54 bis 58 cm geeignet sein. Eine Angabe, die ich bei Anblick der zierlichen Bügel des Verstellsystems zunächst bezweifle.

Jedoch ist das auf den kleinsten Kopfumfang eingestellt. Mit dem griffigen Rändelrad lässt sich der Umfang schnell auf meinen Kopfumfang anpassen. Jetzt noch über die einfach einstellbaren Riementeiler den richtigen Abstand zu den Ohren eingestellt – und der Helm sitzt perfekt.

Beim Auspacken fiel mir schon das geringe Gewicht auf. Jetzt, wo ich den Central+ auf dem Kopf habe, wird das noch deutlicher. Deshalb hänge ich ihn an meine Waage und bin erstaunt:

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Die Waage zeigt 280 Gramm – exakt das, was Rudy Project im Helmeinnäher angibt! Das auf dem Einnäher benannte Zubehör ist das kleinen Sonnenschild.

Zum Vergleich: Der Abus Modrop wiegt – allerdings mit dem TOCSEN Crash-Sensor und großem Windschild – 400 Gramm, der Abus Pedelec 2.0 gar 495 Gramm. Zugegeben, letzter muss als für S-Pedelec [->E-Bike FAQ: Was ist ein S-Pedelec?] zertifizierter Helm mehr Schutz und damit Material mit sich herumtragen.

Doch die 120 Gramm Differenz zum Abus Modrop sind deutlicher zu fühlen als man glauben will.

Leider nutzt Rudy Project beim Kinnriemen keinen Fidlock-Verschluss sondern setzt auf den traditionellen Klick-Verschluss. Das finde ich schade, denn per Fidlock wäre die Bedienung aus meiner Sicht noch einfacher.

Testfahrt Rudy Project Central+

Die Kühle am nächsten Morgen zeigt auf dem Weg ins Büro sehr deutlich, dass der Central+ sehr gut belüftet ist. Das verwundert mich umso mehr, als das der Fahrradhelm optisch eher „massiv“ als luftig daherkommt.

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Ganz offensichtlich haben die Entwickler viel Arbeit in die Strömungsoptimierung gesteckt. Sicherlich kommt Rudy Project hier die Erfahrung der Rennradprofis zu Gute.

Dass die Helmgurte, sollten sie unansehnlich werden, schnell werkzeuglos getauscht werden können, ist ein weiterer Hinweis auf die durchdachten Konstruktion.

Dem kleinen, werkzeuglos abnehmbaren Schirm geling es tatsächlich, die Blendwirkung der tiefstehenden Sonne etwas zu mildern. Aber vor allem ist der Helm auf dem Kopf kaum spüren. Sicherlich trägt dazu, neben dem geringen Gewicht, auch die zwar sparsame, aber offenbar wirkungsvolle Polsterung und die gute Passform bei.

Eine vorwitzige Biene, die auf dem Weg zur Frühstücksblume eine Abkürzung durch meinen Helm nehmen will, wird vom Insektenschutz in den vorderen Lufteinlässen überzeugt, doch lieber außen rum zu fliegen.

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Die Heimfahrt am Nachmittag erfolgt bei frühsommerlichen nahezu 30 Grad und strahlendem Sonnenschein. Ich bin eigentlich kein Fan von schwarzen Helmen, weil ich fürchte, dass diese sich in der Sonne ungebührlich aufheizen.

Doch beim Central+ ist davon, wohl dank der guten Belüftung nichts zu spüren.

Fazit

Der Rudy Project Central+ hat sich auf Grund des sehr guten Tragekomforts durch die sehr gute Belüftung und das geringe Gewicht bei mir schnell als Lieblingshelm etabliert.

Die Verarbeitung ist sehr gut, die Passform hervorragend. Trotz des zierlichen Verstellsystems sitzt der Helm sicher und satt, ohne zu drücken.

Ein Wermutstropfen ist aus meiner Sicht der Verzicht auf ein Fidlock-Schließsystem. Beim Preis von 99€ (UVP) hätte ich das fast erwartet. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau und würde vermutlich auch das Gewicht auch erhöhen.

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Wer auf der Suche nach einem komfortablen und leichten Fahrradhelm für den Einsatz im urbanen Bereich oder auf E-Bike-Touren ist, der sollte den Rudy Project Central+ unbedingt einmal ausprobieren.

Mehr Infos und auch eine Händlersuche gibt es online bei rudyproject.com.

[Text:[at], Fotos: VeloStrom]

gestellt.

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Alexander Theis