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Alltag & Urlaub Interview

Interview: VeloStrom-Leser Karl-Heinz fährt seit 7.600 km mit dem Supercharger von Riese und Müller

Lesezeit etwa 7 Minuten

VeloStrom-Leser Karl-Heinz-Stoever ist mehr als 7.600 km mit dem Supercharger von Riese und Müller gefahren und berichtet von seinen Erfahrungen.

Alexander Theis: Hallo Karl-Heinz, magst du dich den Lesern von VeloStrom kurz vorstellen?

supercharger_riesemueller_stoeverKarl-Heinz-Stoever: “Ich bin Karl-Karl-Heinz, 56 Jahre alt und fahre seit  März 2018 mit  dem E-Bike zum Dienst. Das E-Bike benutze ich auch für kleine  Einkäufe, Arztbesuche und ähnliches. Mein Arbeitsweg beträgt  25 km einfache  Fahrt. 2018 habe ich meine erste Radreise unternommen und bin den beliebten  Weserradweg gefahren. Aufgrund des Super-Sommers habe ich viele Tagestouren ins Umland  unternommen.

Für 2019 stehen dre Radreisen an: Im April „die alte Salzstrasse”, von  Lübeck noch Lüneburg – (2 Tage), im Mai der „Ostseeküstenradweg“  von Flensburg  nach Swinemünde ( 8 Tage) und im September der „Mauerradweg“, von wo ich über den Havel- und Elberadweg nach Hause fahre.

Alexander Theis: Da hast du ja einiges vor in diesem Jahr.Wie sind denn deine bisherigen Erfahrungen mit dem Riese & Müller Supercharger? 

supercharger_riesemueller_stoever_reisefertigKarl-Heinz-Stoever: Ende Februar 2018 habe ich mir das Supercharger GH von Riese & Müller gekauft. Die Gründe für den Kauf waren 

  • das Supercharger hat den stärksten Boschmoter mit der Namenkennung CX verbaut
  • die beiden Akkus haben eine Leistung von je 500 Watt und sind elegant im Rahmen eingefügt
  • das zulässige Gesamtgewicht des Bikes beträgt 160 Kg – genügend Gewichtsreserven für eine Radreise
  • auch die stufenlose NuVinci-Schaltung mit den Gates-Riemen war für den Kauf mi entscheidend

Seit dem 01. März 2018 fahre ich morgens 25 Km bei jedem Wetter mit meinem E-Bike zur Arbeit. Die ersten 2 Wochen waren doch schon etwas gewöhnungsbedürftig. Ich musste früher aufstehen und auch bei Regenwetter losfahren. Mittlerweile gibt es nichts schöneres, als morgens mit dem Pedelec zur Arbeit zu fahren.

SchotterstrasseDa ich im Speckgürtel von Hamburg wohne, wie man bei uns so sagt , ist man relativ schnell in Hamburg aber auch schnell wieder auf dem Lande. Wir haben viele Radwege, aber auch viele geteerte landwirtschaftliche Wege und viele Schotterwege. Gerade bei den Schotter- und Sandwegen machen sich die breiteren Reifen des Supercharger positiv bemerkbar.

Der Gepäckträger des Bikes hat ovale Streben, passten meine vorhandenen Vaude Aqua-Radtaschen nicht an den Gepäckträger. Deshalb habe ich mir eine Trägerplatte gekauft, an der ich die Fahrradtaschen befestigen kann.

Gepäckträger_Vaude_TaschenIm Mai 2018 ging es mit meinem Kollegen zur ersten längeren Radreise: Wir sind von Hann-Münden bis Cuxhaven auf dem Weserradweg gefahren. Die Anreise erfolgte mit der Bahn von Hamburg/Harburg nach Kassel-Wilhelmshöhe. Auf der Reise hat sich das Supercharger prima bewährt. Bis auf den vorletzten Tag, an dem 
auf dem Weg von Bremen nach Bremerhaven die Halterung vom Faltschloß (Laufleistung bis dahin: 1.594 km) gebrochen ist. Dieses Teil verbindet den Gepäckträger mit dem Rahmen, um weiterzufahren haben wir es notdürftig mit Kabelbindern gesichert. Zuhause habe ich den Schaden dann bei meinem Fahrradhändler reklamiert und bekam kostenlosen Ersatz.

Schloßschale_gebrochenIm Juli 2018, nach 2.317 km, hat die hintere Bremsscheibe ständig geschliffen. Die Scheibe wurde getauscht, daran lag es aber nicht. Es war der Bremssattel von Magura, der das SChleifen verursachte. Der Tausch erfolgte kostenlos auf Garantie.

Im September 2018 ist mir bei 4.890 km die rechte Strebe vom Gepäckträger abgebrochen. Über den Kontakt zu meinem Fahrradhändler habe ich kostenlosen Ersatz bekommen.

Gepäckträger_gebrochenIm November 2018, bei Kilometerstand 5.875 km, ist zum zweiten mal die Halterung für das Faltschloß gebrochen. Über den Kontakt zu meinem Fahrradhändler habe ich erneut kostenlosen Ersatz bekommen.

Bei der Montage fiel mir auf, dass zwischen der Halteschale und dem Gepäckträger ca. 10 mm Luft sind. Hier habe ich einen Alublock vom 9 mm verbaut. Seit dem habe ich keine Probleme mehr. Laut Hersteller Riese & Müller darf der Gepäckträger nicht unter Spannung eingebaut werden. 

Gepäckträger hat LuftIm Dezember 2018 habe ich bei 6.338 km das Intuvia-Display gegen das Nyon getauscht.

Im Februar 2019, Kilometerstand 7.318 km, habe ich die Serien-Fahrradlampe von Bosch & Müller IQX gegen die SuperNova Mini 99 getauscht. Jetzt habe ich mehr Licht beim Fahren in der Dunkelheit.

Am 1. März 2019 standen 7.600 km auf meinem Tacho, und das nach 12 Monaten. Von diesen 12 Monaten bin ich 20 Tage mit dem Auto zur Arbeit gefahren, die Gründe waren Glatteis und starker Schneefall.

Ich bin mit meinem E-Bike super zufrieden, es ist zuverlässig und ich freue mich schon auf ein weiteres Jahr mit dem Supercharger GH von Riesemüller.

 Wie groß ist deine maximale Reichweite, die du bisher erzielt hast?

Karl-Heinz-Stoever: Das waren 210 km, gefahren hier Norddeutschland

Alexander Theis: Warum hast du dich für die Dual-Akku-Lösung entschieden?

WeserradwegKarl-Heinz-Stoever: Bei einer Wegstrecke von 25 km einfacher Weg, war es mir wichtig nicht  jeden Tag meinen Akku  zu laden. Mit der Dual Akku Lösung schone ich meinen Akku auch. Denn Riese & Müller hat ein Akku-Management, dass die Akkus abwechselt entlädt. Dadurch werden die Akkus geschont. Das war der größte Pluspunkt  warum ich mich für den Supercharger entschieden habe.

Alexander Theis: Werden die Akkus automatisch angesteuert oder musst du irgendetwas  umstecken, wenn einer leer ist?

Karl-Heinz-Stoever: Nein ich brauche nichts umstecken, das funktioniert automatisch.

Alexander Theis: Benötigst du zwei Ladegeräte, wenn die Akkus im Rad eingebaut geladen werden?

Weserradweg_Mai_GepäckKarl-Heinz-Stoever: Nein, ich benötige kein 2. Ladegerät. Ich kann beide Akkus gleichzeitig laden. Das funktioniert auch abwechselnd. Im Winter lade ich die  Akkus im Haus, da eben ein nach den anderen.

Alexander Theis: Wie oft lädst du?

Karl-Heinz-Stoever:  Alle 5-6 Tage wenn ich nur zum Dienst fahre. So ab 150-160 km lade ich die Akkus auf. Bei der Radreise richte ich mich nach der gefahren  Strecke .

Alexander Theis: Wie sind deine Erfahrungen mit dem Intuvia gegenüber dem Nyon?

Karl-Heinz-Stoever: Man brauch nicht unbedingt das Nyon, aber wer ein “Datenjunkie” ist  wie ich (lacht), der braucht es:  Bessere Telemetrie, Trittfrequenz,  Herzrequenz mit Brustgurt, Anzeige der eignen Leistung und der Motorleistung bzw. Unterstützung. Außerdem wwar das Navi ein Grund für die Anschaffung: Ich besitze ein Fahrradnavi von Falk, das IBEX 25, das nun schon in die Jahre gekommen ist und keine Updates mehr erhält.

Alexander Theis:  Karl-Heinz, vielen Dank für das Gespräch!

Karl-Heinz ist mit seinem Riese und Müller Supercharger übrigens auf Instagram zu finden: https://www.instagram.com/rad_u._radreise/

[Fotos: Karl-Heinz Stoever]

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Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VeloStrom.de
Alexander Theis