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Messen & Veranstaltungen

kolektif berlin bike fair: Riesenerfolg zur Premiere

Lesezeit etwa 7 Minuten

Die erste kolektif berlin bike fair ist Geschichte – und was für eine: Kaum Vorbereitungszeit, unzählige Stunden Arbeit, wenig Schlaf, dafür aber 1.000 Prozent Euphorie und Vorfreude. All das hat sich gelohnt. 80 Aussteller aus ganz Europa waren nach Berlin gereist, um den Besucherinnen und Besuchern von Freitag bis Sonntag im Motorwerk ihre Neuheiten rund ums Fahrrad für 2019 zu präsentieren.

 kolektif_bike_fairInsgesamt besuchten von Freitag bis Sonntag rund 5.000 fahrradbegeisterte Menschen das Motorwerk in Berlin Weißensee, genossen die gechillte und familiäre Atmosphäre unter Lichterketten und mit entspannten Beats, ließen sich von den unterschiedlichen Ausstellern ihre Neuheiten vorführen, testeten neue Bikes, E-Bikes oder Lastenräder, nahmen an den Workshops und Rennen teil, lauschten Vorträgen, schauten sich Exponate verschiedener Künstler an oder ließen es sich einfach in der Chillout-Zone bei Cappuccino, Bier, frisch belegten Bagels oder Kuchen gut gehen.

“Was für ein unfassbarer Start war das bitte?”

„Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Was für ein unfassbarer Start war das bitte?“, kann kolektif-Veranstalter Ingo Engelhardt das Erlebte kaum fassen. „Geht’s noch besser, als alle Menschen, die das Thema Fahrrad vereint, hier in so geiler Atmosphäre unter einem Dach zu haben? Hier können sie sich neue Bikes samt dem ganzen Cyclingstuff ansehen und ausprobieren, sich austauschen, labern und abhängen und einfach eine geile Zeit miteinander haben. Ob wir im nächsten Jahr weitermachen, werden wir entscheiden, sobald wir das gesammelte Feedback der Aussteller haben, aber cool wäre es natürlich schon“, so Engelhardt weiter.

Video mit Impressionen der kolektif bike fair:

 

Bunter Mix 

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Nachhaltige und funktionelle Radkleidung von Frisch aus Berlin.

Bei den Ausstellern, die auf den knapp 1.000 Quadratmetern über zwei Ebenen ihre vielfältigen Produkte präsentierten, handelte es sich um einen bunten Mix aus kleinen lokalen Rahmenbauern, Bike- und Streetfashionlabels, Fahrrad-Initiativen und Künstlern sowie großen, bekannten Herstellermarken der Bike und
E-Bikeszene.

Vom Bikelaunch, über die Präsentation technischer Innovationen für den Radsportbereich, bis hin zur Vorstellung neuer Kollektionen im Bikefashion oder Streetfashionbereich, es war alles dabei.

Nicht nur die Aussteller waren bunt gemischt, auch beim Publikum handelte es sich um einen vielfältigen Mix von Jung und Alt, von hip, über sportlich bis konservativ, mit Kind, Hund und Kegel. Die engagierten Aussteller und die einladende Atmosphäre sorgten für entspannte Gespräche und gute Kontakte rund ums Rad.

Den Besuchern gefiel besonders die überschaubare Größe und dass sie alles ansehen und anfassen konnten. “Viele Fahrräder, wie beispielsweise die Bikes von Canyon oder Rose, kann man sich sonst nur im Netz ansehen. Da ist es schon toll, sie mal live zu sehen, selbst in den Sattel zu steigen und sie zu fahren“, so ein Besucher der Messe.

Was die kolektif anders macht…

Wir sind keine klassische Fachmesse wie die Velo oder die Eurobike. Wir sehen uns als ein Kollektiv großer und  kleiner Brands, die einem interessierten Publikum coole Sachen rund ums Thema Fahrrad zeigen wollen. Denn das Zusammenkommen von Menschen mit gleichem Interesse wird es immer geben, wir wollten mit der kolektif gerne die Plattform dafür zur Verfügung stellen.

Wer zeigte was? Highlights des Wochenendes

Angesagte kleine Start-Ups und Bikewear- oder Streetwear-Fashionlabel aus ganz Europa waren ebenso zugegen, wie alteingesessene Big Player der Fahrradszene wie Canyon Bikes, Oakley oder Dextro Energy.

Unter anderem wurden folgende Neuheiten vorgestellt:

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Kompaktes und leichtes Pedelec: Carmela aus Spanien.

• Canyon Bicycles präsentierte sein neues Gravelbike GRAIL AL, ein Vollaluminiumrad perfekt geeignet für Travelling und lange Touren.
• ROSE Bikes launchte das CPTL, ein neuentwickeltes Urban Bike aus Carbon in limitierter Auflage.
• Carmela aus Spanien präsentierte das leichteste Urban City E-Bike der Branche mit gerade einmal 15kg.
• Der Brillenhersteller Oakley legte seinen Schwerpunkt auf die Präsentation der neuen PRIZM™ Technologie für maximalen Kontrast und Verbesserte Sichtbarkeit. Es standen verschiedenste Modelle zur Auswahl, die ausprobiert werden konnten.
• Die Firma STAGES Cycling präsentierte sein neuartiges Powermeter der dritten Generation, einen Leistungsmesser, der die Tretkraft direkt am Rad misst.
• Das Eco-Label freh.berlin stellte handmade Cycling Mode für Kinder zur Schau.
• Künstlerin Juliane Borths verschönerte unter ihrem Künstlernamen @Idrawonbikes Bikerahmen und Zubehörteile mit ihrer Kunst.
• fidlock präsentierte eine neuartige Form der Trinkflaschenbefestigung am Rad. Nicht mehr mit
klassischer Halterung, sondern mit Magneten.
• Iriedaily, ein klassisches Berliner Street-Fashionlabel, präsentiert zum ersten Mal einen eigenen
Fahrradhelm.

Ausstellerstimmen

Bennie Ahrens von Ampler – smart electric bikes
“Das Erbe der Fahrradschau ist in besten Händen. Wir von Ampler sind froh, bei der ersten kolektif berlin dabei sein zu dürfen. Mit echt viel Liebe gemacht, tolle Atmosphäre und super Publikum. Wir hoffen, es geht weiter nächstes Jahr, wir sind dann auf jeden Fall mit am Start.”

Fingerscrossed
We are kolektif!!!

Anatol Sostmann von Rose Bikes
“Die kolektif berlin bike fair ist ein Ort, an dem Menschen mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen zusammenkommen: Die Welt mit und durch das Fahrrad zu einem schöneren und lebenswerteren Ort zu machen. Die Show strahlt dabei einen warmherzigen Vibe aus, der Produkte und Menschen, kleiner und großer Marken, in einer absolut passenden Location miteinander vereint. Für ROSE Bikes war es das perfekte Umfeld für den Launch des neuen Carbon Urban Bikes CPTL.”

kolektif Rahmenprogramm

kolektif-bike-fair-cargobikeraceDie bunte Mischung der kolektif wurde komplettiert durch verschiedene Künstler und deren Ausstellungen. Wem das nicht reichte, der konnte einem der Vorträge lauschen, einen der Workshops besuchen, am Cargobike Race, einem Lastenradrennen, teilnehmen, sich eine Yoga-Auszeit gönnen oder eine der zahlreichen Ausfahrten mitmachen. Alles in allem ein abwechslungsreicher und spannender Mix für das Publikum.

Zum Hintergrund

„Nachdem wir mit unserem Event „RAD RACE Last Man Standing“ fünf Jahre lang ein wichtiger Teil der Berliner Fahrradschau gewesen sind, hat uns das Aus der Fahrradschau echt betroffen gemacht. Wir sind fassungslos, dass so was Cooles einfach so sterben kann“, kommentierte Ingo Engelhardt, Geschäftsführer von RAD RACE das Aus nach zehn Jahren Fahrradschau. „Wir haben dann unser Herz in die Hand genommen und über die RAD RACE Social Media Channels Ende Dezember verkündet, dass wir selber eine Messe machen, wenn wir die Locationkosten durch genügend Aussteller zusammenkriegen. Ein paar Tage später hatten wir das Geld
zusammen,“ erklärt Engelhardt die Entstehung der Idee einer eigenen Messe weiter. Nachdem mit dem Motorwerk dann noch eine großartige Location gefunden werden konnte, ging es an die konkrete Planung.

[Text: RAD RACE GmbH, Fotos und Video: VeloStrom]

Kommentar:
Diese Atmosphäre war einfach phänomenal! Es fühlte sich weniger nach Messe sondern nach einem Treffen mit vielen Freunden an! Alle waren relaxed und gut drauf, egal ob Bikekurier des Crow Cycle Courier Collective (ein besonderer Dank an Marie für das gute Gespräch) über die junge Familie, zum ältere Ehepaar oder zum Fixie-Biker. Jeder hatte Zeit für ein lockeres Gespräch und die Grenzen zwischen Aussteller und Besucher verschwammen. Mir hat der Besuch sehr viel Spaß gemacht, die lange Anreise von Wiesbaden nach Berlin hat sich gelohnt!

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VeloStrom.de
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