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Sport Über'n Tellerrand

Paracycler Matthias Schindler: Blick Richtung Tokio 2020

Lesezeit etwa 4 Minuten

[at] Der Paracycler Matthias Schindler blickt auf eine sehr erfolgreiche Saison 2018 zurück – und stellt die Weichen für Tokio 2020.

matthias_schindler_berge Matthias Schindler beendete die Saison 2018 als Vize-Weltmeister im Zeitfahren und setzte seiner grandiosen Leistung mit dem Gewinn des UCI-Gesamtweltcups die Krone auf. Nach einer kurzen, wohlverdienten Pause stellt er bereits jetzt die Weichen für sein großes Ziel: Die Teilnahme an den Paralympischen Sommerspielen 2020 in Tokio.

Matthias Schindler:

“Nach dem tollen Saisonfinale in Kanada und dem Gewinn des Gesamtweltcups habe ich im September eine kleine Pause eingelegt. Anfangs habe ich noch nach Lust und Laune trainiert und war auch mal wieder mit dem Mountainbike unterwegs, gegen Ende September habe ich dann eine eher passive Pause gemacht und konnte mich richtig gut erholen. Ich war in Südtirol im Urlaub und habe die Berge mal ohne Fahrrad genossen. Die Zeit dort hat mir richtig gut getan.

Saison Revue passieren

Ich hatte Zeit die Saison Revue passieren zu lassen und mir Gedanken um meine sportliche Zukunft zu machen. Ich war in diesem Jahr wirklich oft unterwegs, wenig daheim und habe sehr viel und intensiv trainiert. Das hat sich  durch die super Ergebnisse in der Straßensaison ausbezahlt.

Die Bahnsaison hat ebenfalls viel Zeit, Geld und Energie gekostet. Die Ergebnisse in Rio de Janeiro bei der WM waren aber trotz neuem deutschen Rekord nicht so gut. Auf der Bahn fahre ich lediglich mit, während ich auf der Straße mittlerweile zur Weltspitze gehöre.

Beenden der Bahnkarriere 

Daher habe ich mich entschieden meine Bahnkarriere zu beenden. Ich möchte die Zeit, das Geld und die Energie lieber nutzen um mich im Zeitfahren, wo ich in diesem Jahr Vizeweltmeister geworden bin,noch weiter zu verbessern.

Ich möchte meine Stärken in dieser Disziplin weiter ausbauen, daher ist es für mich aus sportlicher Sicht richtig, auf die Bahn zu verzichten. Bei dieser Entscheidung ist natürlich auch ein weinendes Auge dabei, denn das Bahnfahren macht mir mittlerweile richtig Spaß und ich durfte bereits bei drei Weltmeisterschaften auf der Bahn für Deutschland starten.

Mit Blick Richtung Tokio 2020 ist es in meinen Augen aber wichtig, dass ich mich spezialisiere und da macht der Fokus auf das Zeitfahren einfach mehr Sinn.

Ausblick

Ich beginne jetzt wieder mit dem zielgerichteten Training für die Saison 2019. Da die Bahnsaison für mich ausfällt, kann ich mich so früh wie noch nie der Straßenvorbereitung widmen.

Ich plane mehr Zeit auf meinem Zeitfahrrad zu verbringen und das Krafttraining zusätzlich zu intensivieren. Dadurch hoffe ich 2019 an die starken Leistungen aus diesem Jahr anknüpfen zu können.

Die Ergebnisse aus 2019 sind entscheidend für die Qualifikation auf die Paralympischen Spiele in Tokio 2020. Ich kann mich also nicht auf den Ergebnissen aus diesem Jahr ausruhen, sondern muss im kommenden Jahr diese Ergebnisse bestätigen.

Sponsoren und Ausrüster

matthias_schindler_neprosportDie Planung für die neue Saison hat für mich bereits begonnen und ich bin froh, dafür neue Unterstützer gewonnen zu haben.

Die Nürnberger Augenoptik & Akustik Spezialisten Kraus & Schneider werden mich als Sponsoren unterstützen.

In der Firma neprosport habe ich einen Ausrüster gefunden, welcher mich mit seiner hochwertigen Produktpalette rund um das Thema Eiweiß und Regeneration unterstützt.

Ich bin sehr dankbar über diese beiden neuen Partner und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit in der kommenden Saison.”

[Text & Fotos: Matthias Schindler]

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VeloStrom.de
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