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Urlaub

Radreise extrem: Silk Road Mountain Race

Lesezeit etwa 4 Minuten

[at] Seidenstraße – das klingt nach Abenteuer und Freiheit. Für 97 unerschrockene Teilnehmer des Silk Road Mountain Race wird diese Verheißung gerade Realität.

scouting_jeffliuDas Silk Road Mountain Race ist ein Bikepacking-Event der Superlative: Vom Startpunkt in der kirgisischen Hauptstadt Bishkek geht es 14 Tage lang durch die wilde Bergwelt Kirgisistans.

Und “wild” ist an dieser Stelle wirklich wörtlich zu nehmen: Denn es gibt weder Begleitfahrzeuge noch Unterkünfte oder gar Strom. Jeder Radler ist grundsätzlich auf sich alleine gestellt, das Fahren als Zweierteam ist allerdings möglich.

14 Tage, 1.700 km, 26.000 Höhenmeter

Der Start erfolgte am 18.08. in Bischkek, der Zieleinlauf wird nach 1.700 Kilometern und 26.000 Höhenmetern am 01.09. in Chong Kemin, einem Örtchen etwa 150 Kilometer östlich von Bishkek, sein.

Allerdings ist das Silk Road Mountain Race (SRMR) kein Rennen im eigentlichen Sinne, denn es gibt weder eine Zeitnahme noch irgendwelche Preise zu gewinnen. So ist jeder der Teilnehmer ein Sieger, denn alleine schon den Start zu wagen ist eine Herausforderung, von den Abenteuern unterwegs nicht zu reden.

Als erfolgreicher Finisher gilt, wer die anspruchsvolle Strecke bis zum 01.09. vor Beginn der After-Party bewältigt.

Auf sich alleine gestellt

Jeder der Teilnehmer ist grundsätzlich auf sich alleine gestellt. Es gilt, die gesamte Ausrüstung auf dem Rad unterzubringen, was schon die erste Herausforderung ist. Im Falle von Jon Woodroof, einem der Teilnehmer und Gründer von Twotone Consulting in Amsterdam, sieht das so aus:

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Klicken zum Vergrößern.

Und auch wenn das Fahren in Zweierteams vom Reglement zugelassen ist, wird jeder einzelne an seinen eigenen Grenzen geführt – und  vermutlich auch darüber hinaus.

Eine der wildesten, unberührtesten und einsamsten Landschaften unseres Planeten

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Am Jukuu-Pass.

Initiator Nelson Trees hat im Sommer letzten Jahres mehr als sechs Wochen damit zugebracht, die Strecke auszuscouten und sicherzustellen, dass sie auch tatsächlich fahrbar ist. Die Idee zu diesem Event kam Nelson, der bereits dreimal am berühmten Transcontinental teilgenommen hat, als er sich an seine Radabenteuer von Shanghai nach Paris erinnerte, die ihn ebenfalls durch Kirgisistan führte.

Die Strecke führt durch eine der wildesten, unberührtesten und einsamsten Landschaften unseres Planeten. Ein Mindestmaß an Sicherheit ist trotzdem gegeben, denn jeder der Teilnehmer trägt einen GPS-Tracker bei sich. Mit diesem kann die aktuelle Position online unter https://www.silkroadmountainrace.cc/tracking/ eingesehen werden. Außerdem sind drei bemannte Kontrollpunkte vorgesehen, bei denen sich die Teilnehmer einen Stempel holen müssen.

Weitere Informationen sind online unter https://www.silkroadmountainrace.cc/ zu finden. Unter anderem erfährt man in einer 12 teiligen Podcast-Serie spannenden Hintergrunddetails über dieses grandiose Event.

Auf Instagram findet man außerdem aktuelle Informationen und grandiose Fotos des Silk Road Mountain Race.

[Fotos: Grpolkinghorn/Silk Road Mountain Race, jeffliu/Silk Road Mountain Race, Jon Woodroof]

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
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