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Fatbike Jeep

E-Bike MHFR 7100 von Jeep im Dauertest: Happy Commuting

Lesezeit etwa 7 Minuten

Reichen Akkukapazität und Motorleistung? Erste Erfahrungen beim Pendeln ins Büro.

Die Sonne brennt erbarmungslos aus einem knallblauen Himmel, Raubvögel ziehen ihre Kreise über mir, meine Zunge klebt am Gaumen. In der Ferne sind bizarre Formationen in der flirrenden Luft zu erkennen, auf die ich mit dem Fatbike von Jeep zuhalte. Die breiten Reifen des MHFR 7100 wirbeln Staubwolken auf, rechts und links von mir ist nichts als ausgedörrte Felder, die dürren, strohigen Halme lechzen nach Regen, der einfach nicht kommen will.

Nein, ich bin mit dem Fatbike von Jeep nicht in irgendeiner Wüste unterwegs sondern auf dem Weg vom Büro nach Hause. Und doch ist das alles kein Hirngespinst: Das Rhein-Main-Gebiet und ganz Deutschland ächzt unter der Last der, laut Wiesbadener Kurier, schwersten Dürre der letzten Jahrhunderte! Nie hätte ich mir träumen lassen, so etwas in Deutschland zu erleben – weitere Anzeichen des Klimawandels? Ich fürchte, ja.

Umso wichtiger ist es, auch beim Verkehr umzudenken, eine Möglichkeit dazu sind E-Bikes. Auch wenn “Bio-Bikes” wohl noch umweltschonender sind, motivieren E-Bikes mehr Menschen als jemals zuvor zum Umsteigen – umweltschonender als ein mit einer Person besetztes Auto sind E-Bikes allemal. Zudem ist das Fahren mit dem Pedelec noch gesundheitsförderlich – und macht Spaß.

FatBike MHFR 7100 von Jeep

Spaß – das macht das Fatbike von Jeep definitiv. Nicht nur beim Fahren, sondern auch schon beim Stehen, beispielsweise an einer Ampel: Die dicken Reifen des E-Bikes ziehen die Blicke magisch an. Auch von Teenagern – das Bike ist offenbar wirklich cool.

Aktuell fahre ich das Fatbike noch ohne Umbauten. Es fehlt also zum Beispiel noch der Gepäckträger, weshalb der CamelBak Commute 30 Rucksack zum Einsatz kommt. In den passt alles rein, was ich fürs Büro mitnehme und ich habe sogar noch Platz.

Die Trinkblase habe ich zu Hause gelassen, bei den oben schon beschriebenen hochsommerlichen Temperaturen hätte ich sie besser mitgenommen.

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Das Fatbike von Jeep macht Spaß!

“Grab life by the horns”

Ja, ich weiß, das ist nicht der Slogan von Jeep sondern der eines anderen Autoherstellers aus den USA. Aber für das MHFR 7100 trifft er zu. Damit das E-MTB da hinfährt, wo es soll, muss man den Lenker fest im Griff haben. Das Bike braucht beim Einlenken ordentlich Druck am Lenkerende und es dauert etwas, bis sich Bike und Fahrer aneinander gewöhnt haben.

Zudem stellte ich bereits bei den ersten Fahrten fest, dass das Bike deutlich nach rechts zog und zu taumeln scheint. Experimente mit verändertem Druck in den Reifen brachten bisher keine Änderung. Ich geben den Reifen jetzt noch ein paar Kilometer, vielleicht müssen sie sich erst einrollen. Bleibt es dabei, ziehe ich neue Pneus auf.

Bergan, Teil 1

Hat man sich an die Eigenheiten des E-Bikes gewöhnt, macht es Laune. Der Geradeauslauf ist gut, wenn man beide Hände am Lenker hat – kein Wunder bei den hohen Kreiselkräften der breiten, schweren Räder. Gleichzeitig unterstützt der Antrieb kräftig, in Stufe 5 erreiche ich in der Ebene mühelos die Abregelgrenze.

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Auf ebener Strecke sind 25 km/h problemlos möglich.

Ich nähere mich in der Gluthitze des späten Nachmittags meiner ersten Steigung: Es geht eine Auffahrt zur Brücke hinauf. Etwa 50 Meter in gleichmäßiger Steigung. Die Besonderheit: Ich muss direkt davor fast rechtwinklig abbiegen, kann die Auffahrt also nur mit wenig Schwung nehmen, muss ein ums andere mal in einen leichteren Gang. Am Ende bin ich oben im 2ten von 7 Gängen und komme mit etwa 17 km/h über die Kuppe.

Hier deutet sich schon das Besondere beim Antriebskonzept des E-Bikes von Jeep an:

Das MHFR7100 verfügt über einen Hinterradnabenmotor mit Getriebe. Dieses Motorenkonzept ist für steile, lange Bergstrecken nicht ideal – zumindest nicht, wenn man immer der erste oben auf dem Berg sein will. Das heißt nicht, dass man absteigen und schieben müsste, sondern nur, das es eben etwas langsamer bergauf geht. Ein Teil der Leistung des Antriebs verschwindet zudem sicher auch in der breiten Aufstandsfläche der Reifen.

Bergan, Teil 2

Bei der Fahrt über dir Brücke genieße ich die Verdunstungskälte, die vom Fluss unter mir ausgeht. Denn ich weiß ja, dass der eigentliche Aufstieg noch auf mich wartet. Nach der Brücke geht es kurz bergab und dann direkt fast um 90 Grad weiter. Auch hier kann ich nur wenig Schwung mitnehmen.

Die Strecke verläuft zunächst sanft bergan um später scharf nach links deutlich stärker an Steigung zuzulegen.

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Hinterradnabenmotor & 7 Gänge beim Jeep MHFR 7100.

Am Ende komme ich im zweiten Gang mit 14,5 km/h oben an, auch diese Steigung ist also mit dem Jeep FatBike zu meistern.

Den Nachteil bei der Power gleicht das E-Bike durch einen anderen Charakterzug aus: Es verzichtet auf einen Drehmomentsensor und nutzt stattdessen einen Kadenzsensor. Der registriert, dass sich die Pedale drehen und steuert den Motor, je nach gewählter Unterstützungsstufe, an. Das bedeutet also, das man sich auch im leichtesten Gang tretend in Stufe 5 der maximalen Unterstützung durch den Motor sicher sein kann.

Reichweite

Mehr noch: Ich habe ebener Strecke den Eindruck, das beim MHFR7100 eine relativ hohe Kadenz, also Kurbelumdrehung, nötig ist, um dem Antrieb den vollen Schub zu entlocken. Das ist gesünder für die Knie und schont noch dazu den Akku .

Heute früh bin ich mit vollem Akku losgefahren, der Akku verfügt über eine Kapazität von 374,4 Wh, was gemessen an anderen Akkus vergleichsweise wenig ist. Der Vorteil: Weniger Kapazität bedeutet weniger Zellen und das führt zu weniger Gewicht und geringeren Kosten.

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Jetzt, nach etwa 35 Kilometern auf Stufe 5, habe ich noch 50% Akkuladung! Das finde ich verblüffend.

Denn auf meiner Strecke gab es einige Anstiege und auch ein paar Stopps. Beides Situationen, in denen der Akku gefordert wird. Vielleicht liegt es an den hohen Temperaturen? Das wird sich dann im Herbst und Winter zeigen.

Ergebnis

Das E-Fatbike MHFR7100 von Jeep ist auch gut als Commuter-Bike zum Pendeln ins Büro geeignet. Auch, wenn Anstiege zwischen den Zielen liegen. Trotz relativ kleinem Akku ist die Reichweite überraschend, was für eine gute Effizienz, trotz der breiten Reifen, und eine gelungene Abstimmung des Antriebs spricht.

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Etwas Gewöhnung erfordert das Fahrverhalten, doch das kann sich mit anderen Reifen ändern. Trotzdem ist das E-Bike zum Preis von aktuell (Stand 07/2022) 2.299€ im Online-Shop von Jeep Bikes, eine günstige Möglichkeit zu einem E-Bike zu kommen, das noch dazu nicht an jeder Ecke steht.

Wer statt auf ein markiges E-MTB eher auf einen coole Cruiser steht, für den ist der Cruiser von Jeep vielleicht das richtige E-Bike.

Alle Artikel zum Test des FatBike Jeep MHFR 7100

Diese Artikel zum MHFR 7100 von Jeep sind bisher erschienen:

[Text:[at], Fotos: [VeloStrom]

Transparenzhinweis: Das E-Bike wird vom Hersteller für den Dauertest kostenfrei und ohne Vorgaben zur Verfügung gestellt.

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Alexander Theis

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