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Test & Technik Zubehör

Testfazit: Sealskinz Helvellyn XP Glove

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Die blauen Applikationen machen den Helvellyn Glove im sonst vorherrschenden schwarz fast schon zum Hingucker.

 

[at] Am 08. Oktober hatte sich der Helvellyn XP Glove von Sealskinz zum Dauertest eingefunden. Nach vier Monaten und weniger kalten Tagen als gedacht kommt hier das Testfazit.

Zum Preis von 55€ verspricht der britische Hersteller Sealskinz warme und trockene Finger, mit denen man dank eines speziellen Materials in der Fingerkuppe des Zeigefingers sogar ein Smartphone bedienen können soll.

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Gut zu sehen: Touchsensitives Material auf der Fingerkuppe des Zeiegefingers beim Helvellyn Glove

Der Handschuh, benannt nach dem mit 950m dritthöchsten Berg Englands, kommt in Größe XL und in einem hochinteressanten Materialmix, der sich sehr angenehm anfühlt. Die Finger sind einzeln vorgeformt, die Handinnenfläche besteht aus robustem, geschmeidigem Kunstleder und bietet prima Halt. Der Daumen besteht auf der Außenseite aus einem samtartigen Material, mit dem man bei Regen prima die Brille abwischen kann.

Die Stulpe verfügt über ein angenähtes, flexibles Bündchen, das Zugluft prima fernhält. Allerdings gibt es bei der Kombination mit Jacken mit verlängerte Stulpen mit Daumenlöchern naturgemäß etwas Probleme. Die Stulpe ist durch einen Gummizug vom eigentlichen Handschuh „getrennt“, der im Verlauf der Testdistanz keinerlei Ermüdungserscheinungen zeigte, jedoch für meine Hände etwas weiter „geschnitten“ sein könnte: Es war immer ein kleiner Kampf um mit meinen recht breiten Händen in den Handschuh zu schlüpfen.

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„Touchen“ ist grundsätzlich möglich.

Die Finger sind für meine Hände etwas zu lang geraten. Das Umblättern eines Telefonbuchs Seite für Seite, was zu meinem Standard-Testprocedere für Handschuhe gehört, war nur schwer möglich, was sicher auch an Fütterung und Mebran liegt. Wenn unterwegs gefühlvolles Greifen angesagt ist, zieht man besser die Handschuhe aus. Dazu zählt auch, zumindest im meinem Fall, das Bedienen des Smartphones. Es ist zwar möglich, jedoch verhindert die breite Auflage des Zeigefingers ein zielgerichtets „touchen“. Um jedoch mal eben ein Telefonat annehmen zu können reicht es. Jedoch nur, wenn zuvor zum Entsperren keine PIN eingegeben werden muß.

Keine Patzer gab es allerdings bei der Kernkompetenz des Helvellyn XP Glove von Sealskinz: Die Membran hielt auch in starkem Regen 100% dicht, was bei den vielen Nähten des Handschuhs ein deutliches Zeichen für die hervorragende Verarbeitungsqualität und Fertigungsroutine ist. Und auch beim Kälte- und Windschutzschutz leistet sich der Handschuh keinerlei Schwächen: Das flauschige, angenehme Futter sorgte auch bei Minustemperaturen für angenehm warme Finger. Das Einsatzgebiet des Handschuhs beginnt aber ganz eindeutig erst ab null Grad; darüber ist er schlicht zu warm. Doch darauf weist Sealskinz auf dem Typenschild auch deutlich hin.

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Das Typenschild sagt sehr deutlich, in welchem Temperaturbereich sich der Helvellyn Glove wohl fühlt.

Fazit: Empfehlenswert!

Der Helvellyn XP Glove von Sealskinz hält bei Wärme- Wind- und Wasserschutz was er verspricht. Er ist erstklassig und routiniert verarbeitet und fühlt sich beim Tragen sehr gut an. Der Griffkomfort auf dem Rad ist tadellos, die Bedienung von Bremsen, Schalthebeln oder Klingel ist kein Problem. Durch die für meine Handgröße zu langen Finger und der dadurch zu breiten Auflageflächen der Touch-sensitiven Bereiche der Zeigefingerkuppe war die Bedienung des Smartphones für mich nur eingeschränkt möglich. Jedoch ist diese Funktion für mich persönlich von untergeordneter Bedeutung. Der Kälte- Wind- und Wasserschutz ist top! Interessenten sollten unbedingt auch die nächst kleinere Größe anprobieren.

Nähere Infos zum Helvellyn XP Glove sind online unter www.sealskinz.com auch in deutscher Sprache zu finden.

Mein Dank geht an Selaskinz für das zur Verfügung stellen des Testhandschuhs.

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
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