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Neues aus der Szene Urlaub Zubehör

Faltcaravan fürs Pedelec

ebikecamper_profil[at] Viele Reiseradler nutzen einen Hänger statt alles Gepäck auf den Drahtesel zu laden. „Business auf Rädern“ erweiterte den Nutzen des Hängers und entwickelte den Prototypen des Ebike-Campers, einer Art Faltcaravan fürs Pedelec.

„Der Ebike- oder SolarCamper ist schmal genug um auf allen Radwegen zu fahren. Er nimmt jede Menge Gepäck auf und speichert Solarstrom für unterschiedliche Verbraucher. Außerdem bietet er aufgeklappt zwei Schlafplätze.“ erklärt Helge Krause von „Business auf Rädern“.

Gerade die Funktion als „Faltcaravan“ begeistert mich persönlich sehr: Dazu wird der Deckel des Ebike-Camper umgeklappt und das Zelt einfach auf die dadurch entstehende Plattform mit den Maßen von 2m auf 1,40m aufgebaut, das Gestänge findet dabei in passgenauen

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Deckel umklappen, abstützen und Zelt darauf aufbauen. (Klicken zum Vergrößern)

Bohrungen Halt, die Abspannung des Zelts erfolgt wie gehabt am Boden. „Bei unseren Tests haben Zelt und Hänger auch schon starke Winde ausgehalten, und die Plattform hält ca. 100kg je Person aus.“ versichert Helge Krause.

Das Zelt statt auf dem Boden etwas erhöht aufzubauen bringt vor allem eines: Komfort. Denn zum einen ist der Zustieg in die Urlaubsbehausung leichter und zum anderen ist man vom Boden ein gutes Stück entfernt, was dem Schlafklima entgegenkommt. Generationen von Faltcaravanern können das bestätigen.

Tagsüber dient der Ebike-Camper natürlich als Transportmittel. Für das Serienmodell ist eine Zuladung von ca. 30 kg geplant, so dass im Innern das gesamte Urlaubsgepäck Platz findet. Und noch mehr, denn, so Helge Krause: „Auf dem Deckel des Ebike-Campers haben wir ein Solarmodul angebracht, das über einen Laderegler tagsüber einen Akku auflädt. Abends kann man dann den Pedelec-Akku einfach wieder aufladen, ohne dass man an eine Steckdose muss.“

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Akku und Laderegler steckten im Laderaum… (Klicken zum Vergrößern)

Zwar ist es in unseren Gefilden nach meinen Erfahrungen kein Problem, irgendwo eine Steckdose ausfindig zu machen um den Akku aufzuladen. Doch wer möchte auf einem Campingplatz schon gerne den Akku die ganze Nacht irgendwo unbeaufsichtigt laden lassen? Doch auch wer nicht mit dem Pedelec unterwegs ist, profitiert vom der Solaren Energiequelle, schließlich könnte man auch diverse elektronische Begleiter aufladen oder einen kleinen Kühlschrank mit Energie versorgen. Im Sommer mit Zelt und Rad unterwegs sein und trotzdem kein Problem mit Butter oder Margarine haben? Ein verführerischer Gedanke!

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…und lassen noch üppig Platz für’s Reisegepäck. (Klicken zum Vergrößern)

Und wer unterwegs keinen Strom benötigt verzichtet einfach auf die entsprechendeAusstattung. „Das gesamte Konzept des Ebike-Campers ist modular aufgebaut. Wer das Solarpanel nicht benötigt, bestellt es einfach nicht. Auch die Bohrungen für das Zeltgestänge können individuell gesetzt werden, so dass man auch das eigenen Zeit nutzen kann.“ erklärt Helge Krause.

Der Prototyp des Ebike-Campers ist aus Holz gefertigt, für die Imprägnierung und die Lackierung kommen ökologische, umweltverträgliche Materialien zum Einsatz.

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So könnte die Kleinserie aussehen. (Klicken zum Vergrößern)

„Der Prototyp ist fertig und jetzt stellen wir ihn vor. Außerdem haben wir eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext gestartet, um eine gut gestaltete und mit Industrie-Komponenten versehene Kleinserie aufbauen zu können. Wir freuen uns auf Fragen und Anregungen aus der Community um den Ebike-Camper gezielt weiter zu entwickeln.“ stellt Helge Krause den weiteren Projektablauf vor.

Weitere Informationen zum Ebike-Camper sind online unter www.ebikecamper.com zu finden, zur Startnetxt-Kampagne geht es hier.

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
Alexander Theis

3 Kommentare

  1. Elektrotechnisch ist da noch viel Luft nach oben: Offenbar (dem Foto nach zu schliessen) wird ein 12V Akku geladen und dann via 220V Spannungsregler und Netzteil wieder der Pedelec Akku. Das kann natürlich keinen guten Wirkungsgrad haben. Besser wäre direkt einen zweiten (oder via Kabel den eingebauten) Pedelec Akku mit einem DC-DC Laderegler zu laden.

    1. Hallo Eric,

      danke für deinen Kommentar. Sicher ist da noch viel Luft nach oben, auch in anderen Bereichen, es handelt sich auch auch noch um den Prototypen. Das ist den Machern aber auch durchaus bewusst, und sie wollen mit der Kampagne auf Startnext auch eine Diskussion rund um das Projekt anstoßen, um nicht am Bedarf oder den Kundenwünschen vorbei zu entwickeln. Deshalb am besten die Ideen auf der Pinwand der Startnext-Projektseite posten.

      Gruß
      Alex

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