LED von BikeScout im Asphalt
Neues aus der Szene Über'n Tellerrand

BikeScout ermöglicht Radfahrern sichere Straßenüberquerung

Kreuzung mit BikeScout
Mit BikeScout können Autofahrer aktiv vor sich nähernden Radlern gewarnt werden

[at] Auch durch die Verbreitung von Pedelec nimmt der Radverkehr erfreulicherweise immer mehr zu. Doch besonders an Kreuzungen treten oft Gefahrensituationen für Radler auf.

Was die Gestaltung der Radinfrastruktur angeht sind die Niederlande zweifellos eine der führenden Nationen. Deshalb ist es kaum verwunderlich, das mit BikeScout ein besonderes Sicherheitssystem aus den Niederlanden kommt.

HighTech für Rad- und Pedelec-Fahrer

Oft sehen Autofahrer kreuzende Radfahrer zu spät oder schätzen die Geschwindigkeit von Radlern falsch ein; viele Pedelec -Fahrer können ein Lied davon singen. Das niederländische Unternehmen Heijmans hat ein intelligentes System entwickelt, um die Gefahrenquelle „Kreuzung“ zu entschärfen.

Kreuzung mit Bike-Scout von oben

Um die Unfallzahlen von Fahrradfahrern, besonders an Kreuzungen, zu reduzieren, sieht Heijmans die Kommunen in der Pflicht. Neben der sicheren Ausgestaltung der Radwege sollte auch für eine sichere Gestaltung der Kreuzungsbereiche mit Kraftfahrzeugen gesorgt werden. BikeScout wäre dafür ein probates Mittel, denn es macht Autofahrer automatisch auf sich nähernde, kreuzende Radfahrer aufmerksam.

Schematische Darstellung von BikeScout

 Wie funktioniert’s?

BikeScout verwendet die Radar-Technologie, die in vielen Kraftfahrzeugen bereits für Annäherungssensoren genutzt wird, und transferiert sie auf die Straße. Eine Radar-Einheit ermittelt bis zu 50 Meter im Vorfeld der Kreuzung aus der sich ändernden Position des Fahrrad- oder Pedelec-Fahrers die Geschwindigkeit. Aus dieser wird die Ankunftszeit des Radlers an der Kreuzung errechnet und sich nähernde Kraftfahrzeuge bei Bedarf über optische Signale gewarnt.

Sicht aus einem Auto auf eine Kreuzung mit BikeScout
So sieht BikeScout vom Autofahrer gesehen aus.

Was bringt’s?

Folgende Vorteile listet Heijmans für BikeScout auf:

    -Effektive und rechtzeitige Warnung vor kreuzenden Radfahrern durch individuelle Messung der Geschwindigkeit
    -Robute und dimmbare LEDs, die in die Straßenoberfläche eingebracht werden können
    -Signalgebung über mehrere Wege
    -Besonders gut geeignet für schlecht einsehbare Kreuzungen
    -Wesentlich preiswerter als herkömmliche Messungen des Verkehrsfluß‘
    -Ästhetischeres Erscheinungsbild und höhere Effektivität im Vergleich zu speziellen, fluoreszierenden Schildern
    -Weniger Unfälle
    -Radfahren wird angenehmer und vor allem sicherer
LED von BikeScout
In der Fahrbahn eingelassenen LED von BikeScout

Wie wird’s gewartet?

Durch die Anbindung ans Internet ist es für die Verkehrsverwaltung möglich, sich jederzeit über die Funktion des Systems und das aktuelle Verkehrsaufkommen zu informieren. Das macht BikeSout nach Angaben des Herstellers zu einem besonders wertvollen Werkzeug für das Verkehrs-Management.

Weitere Informationen sind in englischer Sprache online unter www.heijmans.nl zu finden.

 [Quelle Fotos: heijmans.nl]

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
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