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BH-Bikes: Mit Smartphone-App auf Infos des Pedelec zugreifen

Lesezeit etwa 2 Minuten

bh-bike_app_startscreen[at] Die Vernetzung zwischen Geräten schreitet immer weiter voran und ist praktisch schon Alltag geworden. Der spanischer Fahrradhersteller BH-Bikes ermöglicht mittels einer Smartphone-App den Zugriff  auf den Pedelec-Antrieb und macht damit interessante Funktionen möglich.

Fast jeder besitzt heutzutage ein Smartphone, was ja auch angesichts der Variabilität dieser Geräte kaum mehr verwundert. Handelt es sich um ein Gerät von Apple oder eines mit einem Android-Betriebssystem, können sich die Besitzerinnen und Besitzer eines Pedelecs der spanischen Marke BH mit dem Antrieb vernetzen und zusätzliche, sehr nützliche Funktionen nutzen.

Zunächst installiert man aus einem der App-Stores die BH Premium-App. Danach montiert man den Bluetooth-Adapter anstelle des normalen Displays kompatibler Antriebe und macht beide Geräte miteinander bekannt. Ab jetzt übernimmt das Smartphone die Aufgaben des bisherigen Displays. Die Anzeige des Smartphones kann individuell konfiguriert werden, aber das ist noch nicht alles:

Automatikmodus

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So sieht das Display im Automatik-Modus aus.

Beispielsweise ist es nun möglich zwischen verschiedenen Unterstützungsmodi zu wählen. Beim manuellen Modus bleibt alles wie gehabt. Richtig interessant beginnt es aber beim Automatik-Modus zu werden: Denn in diesem Modus passt das System den Unterstützungsgrad automatisch anhand verschiedener Parameter an. Berücksichtigt werden unter anderem

  • Ladezustand des Akkus
  • Tatsächlicher momentaner Stromverbrauch
  • Enfernung zwischen Startpunkt und Ziel
  • Höhenprofi
  • Gewicht des Fahrers

Dabei wird der Unterstützungsgrad so gesteuert, dass das Ziel erreicht werden kann, natürlich vorausgesetzt der Ladezustand des Akkus ist ausreichend. Eigene GPX-Routen können ebenfalls verwendet werden.

Herzfrequenz-Modus

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Steuerung des Antriebs über die Herzfrequenz, hier beispielhaft 140 Schläge/min

Besonders interessant finde ich den Modus “Herzfrequenz”. Hierbei sorgt die Software dafür, dass ein vorher ausgewählter Maximalpuls nicht überschritten wird; natürlich vorausgesetzt, der maximale Unterstützungsgrad oder die maximal zugelassene Unterstützungsgeschwindigkeit von 25 km/h ist noch nicht erreicht. Doch innerhalb dieses Rahmens steuert das System die Leistung des Antiebs so, dass bei Unterschreiten der Pulszahl die Unterstützung des Pedelec verringert, bei Überschreiten jedoch erhöht wird. Das ist natürlich für ein gezieltes Training enorm interessant und kann auch für Reha-Zwecke, beispielsweise nach einem Herzinfarkt, sehr nützlich sein.

Es lassen sich außerdem verschiedene Nutzerprofile hinterlegen, so daß auch unterschiedliche Personen ein Pedelec mit der individuellen Konfiguration nutzen

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Die Profi-Ansicht der App.

können. Ebenso können im Menü “System Diagnostic” wichtige Komponenten des Antriebs leicht überprüft oder Informationen zu Systemstörungen erhalten werden. Eine Art “elektronisches Fahrtenbuch” wird in der “History” geführt; es werden verschiedene Informationen wie z.B. Datum, gefahrene Distanz oder maximale Geschwindigkeit gespeichert. Wichtig: Bei Verwendung der App werden die mit dem Pedelec gefahrenen Kilometer nur auf dem Smartphone gespeichert und sind nicht auf das Display übertragbar.

Die App steht kostenfrei in den entsprechenden App-Stores zum Download zur Verfügung, der Bluetooth-Adapter ist beim qualifizierten Fachhändler zum Preis von 129,90€ erhältlich.

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Alexander Theis

Alexander Theis

Begeisterter Pedelec-Fahrer. Bloggt seit 2011 über seine Erfahrungen mit Pedelecs und ist Herausgeber von VelΩstrΩm.
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